Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Proteste in der Wall Street

13.10.2011, Franz Savatzki

Ist es wirklich die beste aller Welten, die von den unsichtbaren Regierungen, den Banken und Konzernen, mit schrankenlosem Liberalismus weltweit eingerichtet wurde? Geld wie Heu und alles hört auf ihr Komman­do. Sie spielen sich gern modern und fortschrittlich auf, sind aber nicht in der Lage, in vielen Ländern mit ungeheurem Reichtum, die elementarsten sozialen Fragen auch nur in Angriff zu nehmen, geschweige denn zu lösen. Selbst primitivste Sozialpläne sind für Banken und Monopole nicht annhembar. Es herrschen furchtbare soziale Verhältnisse in der Welt, Elend, Rückständigkeit, Ausbeutung. Das einzige, was sie gut verstehen, ist das Abheben von Konten, die anderen Leuten gehören. Sie haben kein anderes Ziel, als Geld auf Geld zu häufenund die Volkswirtschaften vieler Länder auszuplündern. Die »Staatsmänner« sind da nur die Lakaien dieser Pseudodemokraten. Deshalb begehren die menschen auf. Damit dieser Zustand ewig anhält, sorgen die Geldsackdemokraten, wenn es die Demonstranten gar zu arg treiben, schon mal für Ruhe und Ordnung. Dann lassen sie die »demokratische« Maske fallen und zeigen den Menschen, was sie unter Demokratie verstehen; Gummiknüppel, Wasserwerfer, Tränengas. Kapital will herrschen, nicht beherrscht sein. Deshalb treten sie ihre eigenen Programme mit Füßen, verbreiten im Volk die Illusion, dass es ihm gut geht. Aber wer sitzt denn in den demokratischen Regierungen herum? Millionärs, -Milliadärs- und Militärscliquen . Dieses System mit seinem Mechanismus funktioniert seit über 100 Jahren. Es ist illusorisch zu glauben, dass Proteste etwas ändern. Es gibt keinen anderen Ausweg als den Bruch mit überlebten Auffassungen.

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