Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Probleme der Menschheit, aber keine Lösungsansätze!

13.06.2016, Hans Bremerkamp, Rostock

Vor kurzem fand wieder einmal das Treffen der »G7« in Japan statt. »G8« gab es auch mal, aber Russland hat man ausgeladen, weil die »mächtigsten« Industrie- und Ausbeuterstaaten lieber unter sich bleiben wollen.

Wie schon nach früheren Treffen dieser Leute hörte man kaum etwas von Ergebnissen, die der Menschheit Gutes bringen könnten. Die Teilnehmer erörtern mehr ihre eigenen Pro­bleme mit dem Ziel, ihre Pfründe auch in Zukunft zu sichern. Die überwiegende Mehrheit der Menschheit, die ums Überleben kämpft, bleibt außen vor.

Der deutsche Staatsbürger könnte ja auch mal erwarten, dass seine Bundeskanzlerin nach einem solchen G7-Treffen ihrem Volk berichtet, was das Treffen so gebracht hat oder bringen wird, für unser Land, für die Welt. Offenbar nichts, was der Rede wert gewesen sein könnte.

Dabei pfeifen die Spatzen von den Dächern, welch gravierende Probleme die Menschheit plagen. Ein Grundproblem ist die Verteilung des Reichtums: Nur 1 Prozent der Weltbevölkerung kann sich Dollar-Millionär nennen, besitzt aber fast die Hälfte des globalen Vermögens.

Und die Superreichen vom vielfachen Milliardär bis zum mehrfachen Millionär parken ihren Reichtum vorwiegend in Steuerparadiesen, anstatt ihn in sinnvolle wichtige Projekte zu investieren, die das Leben der Ärmsten dieser Welt ein wenig lebenswerter machen und zudem noch Rendite und Profit einbringen könnten. Enormer monetärer Reichtum liegt wirtschaftlich nutzlos irgendwo herum.

Das könnte doch mal ein Thema für die G7 oder G8 sein.

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