Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Posthilfe von Sicherheitsmitarbeitern

16.09.2017, Martina Plischka, Plau

Posthilfe von Sicherheitsmitarbeitern

 

Die Meldung, dass Sicherheitsmitarbeiter bei der Post helfen, sollte aufhorchen lassen, denn noch immer gilt in diesem Land das Postgeheimnis. Aber das dies offenbar schon lange nicht mehr gilt, ist mir schon lange klar. Öfters sah ich ältere Männer ohne Postmontur, die aus ihrem Privat-Pkw ausstiegen, die Postkästen öffneten und den Inhalt in eine Tasche schütteten. Einmal haben mein Mann und ich einen älteren Mann darauf angesprochen und der sagte, er sei Rentner und würde sich seine Rente aufbessern indem er die Post aus den Kästen holt. Mal abgesehen, dass die Bürgerpost niemanden etwas angeht, wie weit ist denn der Begriff „Terrorverdacht“ eigentlich ausdehnbar? Wird bald jeder, der mit den politischen Verhältnissen nicht einverstanden ist, unter Terrorverdacht gestellt? Big Brother lässt grüßen. Aber wir wurden ja durch das Privatfernsehen dazu hingeführt, dass das Private nicht mehr privat ist.

Die Post gehört in die Hände von speziell ausgebildeten Postmitarbeitern und nichts anderes.

Aktuell mache ich mir Gedanken über die vielen Briefwähler. Ich habe meine Wahlunterlagen vorsichtshalber direkt bei der Stadt abgegeben und kann es nur jedem empfehlen. Bin mir aber sicher, dass auch das eine gewisse Unsicherheit mitbringt. Aber wie sicher und wie demokratisch sind die Wahlen hierzulande überhaupt noch?

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.