Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

"Politzirkus" auf Tournee

25.02.2014, Stephan Bohnsack

Es ist der Sprachgebrauch Dr. Sybille Bachmanns, den sie auf die Vorgänge um die Willenserklärungen Rostocker Bürger anwendet, die nach jahrelangem Tauziehen nichts weiter wünschen, als die lang fällige Erhöhung der Attraktivität der Rostocker Innenstadt, Theaterneubau, Umgestaltung des IGA-Parks, Gestaltung der Warnemünder Mittelmole, Aufwertung und Entwicklung des Stadthafens. Eine Maritime Meile entlang der Warnow-Uferzone, natürlich mit dem fußläufig erreichbaren Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum und allem schwimmenden Zubehör gehört logischerweise dazu. Alle diese Wünsche samt Bürgerentscheid, werden von ihr damit geringschätzig abgetan, mit dieser Aussage in eine Zirkusarena verbannt. Demokratieverständnis einer anderen Art, wo sich eine Politikerin als Domteur und uns Bürger, als zu beherrschende Masse, ohne eigene Meinung zu sehen scheint. Wandschneider (SPD) dagegen gibt sich militärisch (!) und bezeichnet Wähler als Truppenteile. Genauso schlimm für unser Rostock, die Expertenmeinung des IGA-Bauleiters Herrn Hallier, der sich bemüht, das zukunftsweisende Vorhaben »Aufwertung des Stadthafens« in der Öffentlichkeit mit seinem eigenen, »schnellen« Gutachten, in dunkles Licht zu stellen, damit offensichtlich die Vertreter der Bürgerschaft in ihrer Entscheidung für den Bau eines Museums und den Verbleib des Schiffes in Schmarl zu beeindrucken. Zu den verbliebenen IGA-Schulden in mehrfacher Millionenhöhe (ca. 170 Millionen) spricht in diesem Zusammenhang Keiner und so sollen in Schmarl weitere 18 Millionen Euro für Museumsneubauten (zu Ungunsten anderer Projekte wie z.B. Theaterneubau) hinzugefügt werden. Auch die jährlichen, horrenden Zuschüsse durch die Stadt, lassen sich in Schmarl keineswegs durch die geringe Anzahl der Besucher und vorgesehenen, höheren Eintrittsgebühren ausgleichen. Wollen wir das wirklich?

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