Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Politische Märchenstunde

19.11.2012, A. Sommer

Wie immer wieder vor wichtigen Wahlen wird politisch eine Märchenstunde veranstaltet.

Finanzminister Schäuble hat vor ein paar Tagen erklärt, ab 2016 keine neuen Schulden mehr zu machen. Möge derselbe Herr Schäuble erklären, wie hoch die Altschulden sind.

Warum hat Deutschland 855 Milliarden Euro Auslandsschulden, warum müssen andere Länder, vor allem Deutschland, ständig die Schulden ausländischer Banken ausgleichen? Es gibt in Europa ca. 8.000 überschuldete Banken. Es können ohne Schwierigkeiten 80 Prozent Insolvenz anmelden und der Gläubigerstaat wird mit über 50 Prozent Kapitaleinlage Eigentümer.

Vor der letzten Bundestagswahl haben Politiker der großen Koalition den Beitragssatz von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent gesenkt. Kaum war die Wahl vorbei, ging es wieder einseitig für Rentner und Angestellte auf 15,5 Prozent hoch.

Frau BK Merkel ist nach der Wiedervereinigung vom DDR-Sozialismus zum BRD-Kapitalismus gewechselt, es lebt sich dort eben bequemer. Man muss nur wendig genug sein.

Warum muss ein Rentner ca. 0,8 Prozentpunkte Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen, obwohl ein Rentner keinen Anspruch auf Krankengeld hat.

Wäre man doch besser Beamter, dann bekommt man ca. 72 Prozent Altersversorgung von den letzten zwei Jahren seines Bruttoeinkommens und nicht, wie vorgesehen demnächst 43 Prozent wie bei den Angestellten.

Aber in unserem Regierungsapparat sitzen überwiegend Beamte, die sich ja nicht selbst schaden werden, alles ohne eigene Versorgungsbeiträge.

Wenn ich dann sehen, wie viele Ostfrauen ihrer Kanzlerin bei öffentlichen Auftritten die Füße küssen, wird mir übel.

Auch bei Rot/Grün sind viele Weichen zum Sozialabbau gestellt worden, die Kosten der alleinigen Pflegeversicherungsbeiträge, Praxisgebühr – ein einziger politischer Blödsinn. Kein Wunder, dass die SPD so abgestürzt ist auf 22 Prozent Wählerstimmen.

In der Politik gibt es zu viele Lügen, da hat der Wähler keine Lust mehr zur Stimmabgabe.

In Deutschland verkommen die Schulen, aber für den Rettungsschirm hat Frau Merkel immer genug Euros.

Zusammefassend: Frau BK Merkel ist nicht die Kanzlerin der Rentner und Angestellten, vielleicht für Beamte und dem Kapital.

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