Mecklenburger Blitz Verlag

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Ohne Beweis gilt die Unschuldsvermutung

04.12.2018, Hartwig Niemann, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Alles nur Lügen-Wer lügt hier?! Anonym"
im Wismarer Blitz vom 02.12.2018

Sehr geehrte Frau „ Anonymus“

 

Ihnen und einigen anderen ist die Tragweite ihrer Anschuldigungen (ohne Beweise), dass in der DDR den Eltern, ohne deren Wissen die Babys weggenommen wurden, nicht bewusst, das sie damit Tausende Geburtshelfer (Schwestern und Ärzte) die in der DDR gewissenhaft ihrer Pflicht nachgekommen sind, eines der schwersten Verbrechen, die es überhaupt geben kann, beschuldigen.

Dass einige Medien in die gleiche Kerbe hauen - ebenfalls ohne einen Beweis vorlegen zu können – sondern sich nur hinter Vermutungen verstecken (dazu gehört auf dieses Thema bezogen auch das „Nordmagazin“) wundert mich nicht.

Für ihr Verhalten sehr geehrte Frau „Anonymus“ habe ich überhaupt kein Verständnis. Wenn ich um die Wahrheit kämpfe, verstecke ich mein Gesicht nicht in der Anonymität. Wir leben in einen demokratischen Rechtsstaat.

Mein Vorschlag: Schöpfen Sie doch alle möglichen juristischen Rechtsmittel aus. Nur so werden sie der Wahrheit auf die Spur kommen. Alles andere sind sinnlose Bemühungen, die in politische Auseinandersetzungen enden und zu nichts führen.

Frdl. Grüße H. Niemann

 

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