Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Ökologische Landwirtschaft = regional gebunden?

22.10.2013, Anonym, Hamberge(ehemalig Gremersdorf-Buchholz) (Name dem Verlag bekannt)

Was ist eigentlich öko? Öko ist gesund, aber auch gut für das Gemüt. Öko ist regional. Regional wird mit ländlicher Idylle verbunden. Idylle, Natur genießen, Nachbarschaftshilfe, Stressabbau und viele weitere Vorteile bietet diese „Idylle“.

Öko bringt also ein Stück Idylle zu jedem Interessenten nach Hause. Ein schöner Gedanke sich diesen Frieden ins eigene Heim holen zu können. Doch wie sind diese vermeintlichen Ökobauern wirklich? Bzw. was steckt hinter der wohlwollenden Fassade? Natürlich entspricht die nun folgende These nur eigener Erfahrungen nicht der allgemein Gültigkeit und es soll sich auch niemand angegriffen fühlen, der nicht aus reinem Egoismus handelt.

 

Leider wurde ich einer schlechten „ökologischen“ Erfahrung belehrt.

Gehen wir von einem kleinen unscheinbaren Dörfchen aus, ein Idyll der Ruhe und Besinnlichkeit. Man möge meinen es sei ein Segen, beim derzeitigen Dörfersterben, wenn ein kleines Dorf (ca. 30 Einwohner) mit der Selbständigkeit und Verbundenheit einiger Anwohner, nach Jahrzehnten, wieder an Ansehen gewinnt. Doch leider scheint sich eine einzelne Existenz davon bedroht zu fühlen. Ansatt gemeinsam von der auflebenden Popularität, des kleinen Örtchens, zu laben, wird gegen andere regionale Erzeuger gewettert. Neueinsteiger in einer ähnlichen Branche,wie der ökologischen Landwirtschaft, wird nicht mit Erfahrungen geholfen, nein es werden die Behörden geschickt, die dann auf vermeintliche Mängel hinweisen. Der kleine Mann wird also wieder in die Versenkung gedrängt, obwohl doch gerade in dieser Zeit Kleinunternehmen sehr wichtig sind. Unternehmen die sich aus eigener Kraft eine Existenz aufbauen und nach eigenen Träumen leben, ohne jegliche Fördermittel. Gerade bei solchen Konstellationen kann doch davon ausgegangen werden, dass der kleine Mann, dem Großen in keinster Weise gefährlich werden wird. Doch anscheinend fühlen sich die Größten von den Kleinsten bedrängt. Mit welcher Rechtfertigung wird ein ungleicher „Kampf“ angefacht? Ökologisch = regional = gemeinschaftliche Idylle

Was ist an dieser vermeintlichen These so falsch? Die Großen helfen den Kleinen...wenn dies schon in den kleinsten Gruppierungen nicht möglich ist, sondern selbst diese schon mit Missgunst geprägt sind, wie soll das dann bei den ganz großen funktionieren?

Weiter ins Detail möchte ich , an dieser Stelle, nicht gehen. Ich möchte lediglich aufrütteln und darum bitten nicht nur auf Slogan und Zertifikate zu achten, sondern hinter die Fassade zu blicken. Schließlich lesen wir in einem Buch auch zwischen den Zeilen und entscheiden dann, ob wir die Geschichte mochten und nicht nur den Titel.

 

Wo bleibt dort die Gemeinschaft eines Dorfes? Zerstört durch ein Kleinunternehmen, dessen Ziel doch eigentlich war, Regionalität bekannter zu machen. Kleine Orte wieder aufleben zu lassen, stattdessen Unfairness, um mit allen Mitteln ein Monopol zu bleiben.

 

Ist das im Sinne der ökologischen Landwirtschaft? Ich hoffe nicht!

 

Gemeinde Gremersdorf-Buchholz

Autor: anonym

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