Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Nieparser Schüler unter vollen Segeln

24.07.2015, André Garbe

Die Klasse 5a der Regionalen Schule Niepars verbrachte in der letzten Schulwoche einen erlebnisreichen Projekttag auf einem fast 100jährigen Segelschiff auf dem Greifswalder Bodden.

21 Schüler, einige Eltern und die beiden Klassenleiter wurden im Greifswalder Museumshafen von dem Kapitän und der Crew des Traditionsseglers »Hoffnung« herzlich begrüßt. An Bord des Schiffes gab es zunächst einige erstaunliche Informationen über das Schiff und den Hafen. Es handelt sich dabei um das letzte noch seetüchtige Segelschiff dieser Bauart weltweit - einer Pommerschen Jagt. Das Schiff lief 1919 in Anklam vom Stapel und galt als besonders schnell. Deshalb wurde es vor allem als Post- und Frachtschiff auf der Ostsee eingesetzt. Der Greifswalder Museumshafen ist der größte seiner Art in ganz Europa und hat sich die Restaurierung und Erhaltung alter Segelschiffe zur Aufgabe gemacht.

Nach einer kurzen Einführung in das Traditionssegeln verließ das Schiff den Hafen und schipperte knapp 5 km den Fluss Ryck hinunter bis nach Wiek. Dort ging es durch die älteste noch erhaltene Holzklappbrücke Europas hinaus auf den Greifswalder Bodden. Leider herrschte zunächst absolute Flaute, so dass die Schüler die Zeit nutzen konnten, sich mit dem Schiff vertraut zu machen und Seemannsknoten zu üben. Als endlich etwas Wind aufkam, waren die Kinder nicht mehr zu halten und halfen beim Segelsetzen. Der Höhepunkt für viele war allerdings der Badestopp in der Dänischen Wiek am Ende des Törns. Gegen 18 Uhr gingen alle Teilnehmer voller schöner Eindrücke wieder von Bord.

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an den Schiffseigner Prof. Dr. Reinhard Bach, der uns diese erlebnisreiche Tour ermöglichte.

André Garbe

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