Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Nie genug

23.01.2018, Helmut Kurzmann, Görslow

Da streiken verbeamtete Lehrer und wundern sich dann, wenn sie angezählt werden! Wer Beamter ist, egal in welchem Fach, ist ein Diener des Staates. Er ist unkündbar und kann vom Staat versetzt werden, wenn er woanders gebraucht wird. Er wird gut versorgt und braucht sich über seine Pension später mal keine Gedanken machen. Es heißt immer wieder, bist du verbeamtet hast du ausgesorgt. Wenn die Metallarbeiter streiken, hat z.B. ein verbeamteter Lehrer in der Streikfront nichts zu suchen. Für Beamte gilt kein Streikrecht. Entweder man ist Beamter, mit allen Vorteilen, hat aber andererseits eben auch kein Streikrecht. Der Beamte wird vom Staat ernährt, der Produktionsarbeiter muss sich sein Geld selber hart verdienen. Wenn das Geld zum Leben aber nicht reicht, kann er streiken. Ein Staatsdiener aber nicht. Er kann ja schließlich nicht in die Hand beißen, die den deutschen Beamten füttert. Was Streikrecht im Grundgesetz betrifft, da sollte man schon die Kirche im Dorf lassen. Aber es gibt eben auch Leute, die bekommen nie genug. Es gibt noch so viele Berufe, wo hart körperlich gearbeitet wird, mit diesen Arbeitern kann sich ein Beamter nie vergleichen. Ich finde, auch klagewütige Beamte sollten darüber einmal nachdenken.

Helmut Kurzmann, Görslow

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