Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Nichtwähler

02.07.2012, Peter Fuchs, Hörsching

Nach geschlagenen Wahlen werden immer die Sieger präsentiert. Dabei stellt sich schon lange die Frage, ob nicht einmal ernsthaft über die immer mehr werdende Zunft der Nichtwähler nachgedacht werden sollte. Weil diese bereits zu den „stärksten Fraktionen“ gehört. Wenn so viele Menschen der Politik die kalte Schulter zeigen, ist das schon äußerst bedenklich. Da bietet sich meist großes Potenzial für so manche Gruppierung, die eine Demokratie in Wahrheit am allerwenigsten benötigt. Selbst wenn das „Nicht-wählen-Gehen“ als Protest angedacht sein sollte, kann dies der falsche Weg sein, um seinen Unmut zu zeigen. So mancher fühlt sich aber dennoch bestätigt und bleibt für die Politik auch weiterhin kaum ansprechbar. Jeder hat dafür wohl seine eigenen Beweggründe. Sehr vielen Bürgern liegen die Auswirkungen der Finanzkrise, die damit verbundenen Bevorzugungen von Banken oder die Unterstützung überschuldeter Länder sowie das Handeln einiger Politgrößen schwer im Magen. Einigen von uns bereitet es vielleicht sogar große Probleme, solche Vorgänge so ohne Weiteres zu verarbeiten. Die Nichtwähler-Fraktion könnte eines Tages noch mehr anwachsen und einer demokratischen Republik damit großen Schaden zufügen. Darum ist die Politik mehr denn je aufgefordert, die hohe Anzahl der Unzufriedenen von ihrer redlichen Arbeit und der eigenen Wählbarkeit zu überzeugen.

 

 

Peter Fuchs,Hörsching

 

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