Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Nicht schöne Worte, sondern Taten!

30.05.2013, Franz Savatzki

Kriege, Bürgerkriege, Revolutionen sind entstanden, haben das Unterste zu Oberst gekehrt. Die Wissenschaft wurde bemüht. Parteiprogramme entworfen, geräuschvolle Wahlkämpfe geführt, um das Schlüsselproblem aller Jahrhunderte, die soziale Frage im Interesse der ewig Diffamierten, ausgeplünderten, zu rechtlosen Kulis herabgedrückten Menschen zu lösen.

Ergebnis: Der liberale, globale Profitkapitalismus herrscht heute mit Recht gewordenem Unrecht unverschämter denn je auf der Welt. Schluss damit!

Noch rechtzeitig vor der Wahl entdeckten ein paar Anwärter auf höchste Staatsämter am Platz der Republik das »Ei des Kolumbus«: Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert. Gerechter Lohn, gerechte Arbeitszeit für alle, auch für Frauen. Jeder soll, ohne Staatshilfe, von seiner Arbeit leben können, um Armut bzw. Altersarmut vorzubeugen. Reichensteuer, bessere Bildungssysteme, keine US-Sozialsysteme.

Blauer Dunst, Schlagworte, Stimmenfang? Man drehe die Sache wie man will, es kommt in der Politik nicht darauf an, was man will, sondern was man tut. Alle diese Vorhaben hat man uns schon so oft versprochen, dass wir nicht mehr daran zu glauben vermögen. Allzuoft mussten wir erleben, dass mit unserem berechtigten Interessen Schindluder getrieben wurde, dass die glorifizierten Anwärter ganz schnell vergaßen, wem sie ihr Mandat verdankten, die Larve wechselten und nur an der Verteilung der Ministersessel interessiert waren. Ansonsten keine Taten machten, man nichts mehr von ihnen hörte. Sie verstecken sich in der dekorativen Hülle »Demokratie«, um sich in den ungestörten Genuss materieller und finanzieller Pfründe zu begeben. Je besser es ihnen geht, um so schlechter geht es denen, die um den gerechten Ertrag ihrer Arbeit gebracht werden.

Fazit: Wenn alles nach Drehbuch läuft, haben auch nach dieser Wahl nur die mehr Geld in der Tasche, die sich per Gesetz, oft für Null Leistung, aus den Steuern und Spargroschen der Menschen, die sie malträtieren, immer größere finanzielle Privilegien genehmigen.

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