Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Nicht nur Name, sondern Programm

05.08.2011, I. Müller
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "»Mit einem dicken Rotstift gegen einen kleinen Geldbeutel«"
im Rostocker Blitz vom 31.07.2011

Es ist einfach empörend, wenn man lesen muss, dass Caritas, deren Name allein schon für den Begriff der tätigen Nächstenliebe und des uneigennützigen Wohlwollens steht, den CARIsatt-Laden in Schmarl schließen will, statt, wie es ihr Anspruch und ihre Aufgabe unter dem Motto »Not sehen und handeln« ist, den Profit über die Hilfe in Not geratener Menschen stellt. Die Begründung, »man befinde sich in einer Konsolidierungsphase und muss sich aus wirtschaftlichen Gründen leider von defizitären Einrichtungen trennen« zeigt aber sehr deutlich, dass diese Einrichtung der katholischen Kirche ein Wirtschaftsunternehmen, aber nicht wirklich eine Hilfsorganisation für in Not geratene Menschen ist. Wenn man dann in der Zeitung lesen muss, dass der Papstbesuch in Deutschland zwischen 25 und 30 Millionen (!) kosten soll, ist obi­ge Aussage unglaubwürdig. Dann sollte der Vatikan beim Papstbesuch ein paar Millionen einsparen und sich stattdessen auf die caritative Mission der Kirche besinnen. Eigentlich sollte CARITAS nicht nur Name, sondern Programm sein.

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