Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Neid

04.02.2012, Peter Fuchs, A-4064 Oftering

»Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.« zitierte einst Mahatma Gandhi. Neid ist eine Empfindung, mit der ausgedrückt wird, dass man sich gegenüber einer anderen Person benachteiligt oder unterlegen fühlt. Neidisch sind wir meist dann, wenn Mitmenschen mehr haben, besser leben oder begabter sind. Häufig ist er ein Missgönnen des Erfolges anderer Menschen wegen ihren materiellen Besitztümern oder deren Geld. Angenommene Ungleichheit kann sehr schnell als Minderwertigkeitsgefühl empfunden werden. Komisch dabei ist, dass je höher eigene Wohlstand, desto astronomischer steigt die Neidbereitschaft. Selbst wenn ein anderer nur ein bisschen besser aussieht. Wird Neid mit Ungerechtigkeit begründet, kann er aber gerade den Ehrgeiz so mancher aufleben lassen. Ist dies nicht so, besteht die Gefahr, dass daraus Ablehnung oder sogar Hass entstehen kann. Beneidet man den sozialen Stand eines Menschen oder einer Gruppe, wird daraus sehr schnell ein Sozialneid. Nicht selten wird dies dann von den Beneideten als Bedrohung empfunden. Steigt Neid innerhalb einer Gesellschaft an, könnte diese dadurch sogar gespalten werden. Schade eigentlich. Anstatt Begabung in das Beneiden anderer zu vergeuden, sollten wir diese Energie in den Weg des eigenen Erfolges inves­tieren. Wer weiß, vielleicht könnten dadurch noch sehr viele schlummernde Talente das Licht der Welt erblicken.

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