Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Mühlstein

19.03.2020, Siegfried Spantig, Hagenow

Die Erderwärmung, das Flüchtlingsdrama, der Virus hängen uns wie große Mühlsteine am Hals, dazu noch der kleine Stein Einheitsdrama. Das allein macht schon zu schaffen, ist es doch, so gern man möchte, nicht abzuleugnen. Und besser wird es auf keinen Fall, wenn man noch dazu tituliert: DDR Unrechtsstaat. Wenn es so großes Unrecht gegeben hat, warum sind dann - unter anderem - die Ehescheidungen nicht für Null und Nichtig erklärt worden, zum Beispiel. Ganz einfach: Allgemeine Rechtsauffassung ist, dass eine Entscheidung des Gerichtes im Nachhinein nur mit dem Recht angegangen werden kann, das zur Entscheidung geführt hat. Das heißt im Klartext: Der Rechtsstaat hat das Recht des Unrechtsstaates anerkennen müssen. Hier wird klar, was Recht und was Politik in diesem Falle ist. Am meisten wirft uns die Flüchtlingsbarbarei hin. Und wir können durchgreifend nichts machen. Erstens, und zweitens wissen wir, das Flüchtlingsgeschehen wird so lange da bleiben, so lange die Profitmacherei das ganze Weltgeschehen bestimmt. Mannighaltiges Elend wird bis dahin in unserem Leben die Oberhand haben.

Siegfried Spantig, Hagenow

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.