Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Mit Herz und Hand in der Natur

23.04.2012, Iris Dietze

Regelmäßig im Jahreslauf erkunden die Vorschüler der Kindertagesstätten »8. März« und »An der Brücke« ihren Nationalpark Jasmund. Bereits in den Einrichtungen bauen die Kinder positive Beziehungen zur Natur auf. Wenn dann im Herbst Wanderungen mit der Umweltbildung des Nationalparks beginnen, bringen sie Interesse, die nötige Sensibilität und gute Vorkenntnisse mit. Dem Entdecken steht nun nichts mehr im Weg.

Voller Erwartung kommen die Kinder zum Treffpunkt, wo sie auf das jeweilige Thema eingestimmt werden. Die Natur kennen lernen, bedeutet für die Kinder dahinter schauen, riechen, hören und sich immer wieder mitteilen. So erleben die sie begleitenden Erwachsenen die Freude der Kinder, aber auch deren Bedürfnis nach Fürsorge. Bäume und ihre Rinde, Blätter und ihre Knospen, Wurzeln und der Boden mit Käfern und Würmern, Blumen und ihre Blütenfarben, Standvögel, Wintergäste, Zugvögel, kleine und große Wildtiere, Frösche und Schnecken – all dem wollen die Kinder einen Namen geben und viel mehr noch, sie wollen einen Beitrag leisten zur Erhaltung der Lebensräume. Werden und Vergehen nehmen sie als natürliche Elemente des Lebens in ihr Bewusstsein auf. Veränderungen von der Wasserpfütze zum Eis, vom Regentropfen zur Schneeflocke erkennen sie als bestaunenswerte Naturwunder. Jeden Meter Wald zu erhalten, wird ihnen zum Bedürfnis. Deshalb halfen die Vorschüler vom Söderblohmhaus beim Absperren von Trampelpfaden. Manchmal sind die blankgetreten Pfade von den eigentlichen Wanderwegen kaum noch zu unterscheiden, so breit sind sie schon. Die jungen Helfer rüsteten sich mit Arbeitshandschuhen und Tobehose und langten beim Vorziehen von sperrigen Zweigen und windgebrochenen Ästen kräftig zu. Jetzt können dort wieder Buschwindröschen und Leberblümchen gedeihen, Samen keimen, Mäuse sich verstecken und die Frühjahrsbesucher zum Staunen bringen.

 

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