Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Mit einem Schuss Ironie

21.12.2017, Günther Belling, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Über Gerechtigkeit und Ausbeutung"
im Schweriner Blitz vom 10.12.2017

Frau Plischka bemängelt eine Ungerechtigkeit und Ausbeutung in unserem Land. Dabei darf man das Problem nicht unterschätzen. Seit Adenauers Zeiten kämpfen die Parteien um gerechte Lösungen, wie wir auch gegenwärtig erleben. Besonders als ehemaliger DDR-Bürger sollte man erkennen, dass solche hohen Ziele, wie auch die »blühenden Landschaften« ihre Zeit brauchen. Dazu muss man

sich erinnern: Von Ungerechtigkeit und Ausbeutung war nie die Rede. Solche, wie für manchen älteren Bürger Selbstverständlichkeiten, wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Entlohnung nach Tarifen, Gleichstellung von Mann und Frau müssen von den Parteien hart erkämpft werden, und das dauert natürlich. Aber man muss auch Vertrauen haben. Haben wir es doch geschafft, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare durchzusetzen.

Außerdem muss m. E. mehr auf die Medien vertraut werden. Sie bieten z.B. Lösungen an, wie die Altersarmut im land vermieden, mindestens aber gemindert werden kann. Dem allgemeinen Reisetrend folgend, umsiedeln viele Rentner und Pensionäre dauerhaft ins Ausland, z.B. in eine Finka oder ähnlichen Wohnsitz. Das Fernsehen recherchiert und wurde fündig: auch für Rentner mit Einkommen (Rente) von 550 Euro ist im Ausland, z.B. auf dem Balkan, ein auskömmlicher Ruhestand möglich, wie bereits ehemals »Volksdeutsche« im Banant und Siebenbürgen bewiesen haben.

Eine Entvölkerung ist nicht zu befürchten, infolge des Nachschubs aus Nordafrika und über das Mittelmeer. Außerdem bleibt zu hoffen, dass der Balkan vollständig Mitglied der EU wird. So kann auch die Politik für die Vermeidung der Altersarmut wichtige Anregungen aus den Medien entnehmen. Ich jedenfalls lege großen Wert auf Informationen aus dem Fernsehen, besonders aus der Werbung, mit den süßen kleinen Kinderchen, mit ihren ulkigen Figürchen, den größeren Kindern, die so schöne Grimassen schneiden können und auch den erwachsenen Frauen, die oft sehr unter Stoffmangel leiden und deshalb aufrichtig bedauert werden müssen.

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