Mecklenburger Blitz Verlag

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Mieter zweiter Klasse?

06.07.2012, Peter Schur, Schwerin

Es ist nicht zu fassen! Da wird in der Neuen Gartenstadt in Schwerin die Verbindungsstraße zwischen Hagenower Straße und Ludwigsluster Chaussee gekappt, da sich die Anwohner durch den Durchgangsverkehr belästigt und gefährdet fühlen, gleichzeitig beginnt man aber in wenigen Tagen mit dem Ausbau der Mettenheimerstraße. Stellt sich die Frage, wieso sich die Anwohner der Ludwigsluster Chaussee 48 bis 66 nicht genauso belästigt und gefährdet fühlen dürfen, wie die der Neuen Gartenstadt? Liegt es vielleicht daran, dass in der Ludwigsluster Chaussee nur »normale« Mieter wohnen und keine Besitzer von Haus- und Wohneigentum? Haben sich die Verantwortlichen überhaupt mal mit der ohnehin schon katastrophalen Parksituation in der Ludwigsluster Chaussee beschäftigt, die nun noch verschärft wird? Ist den Stadtvertretern und dem Ortsbeirat eigentlich bewusst, dass hier vorsätzlich und in unverantwortlicher Weise in den Lebensraum wild lebender Pflanzen und Tiere (zugegeben es sind nur Rehe und Füchse) eingegriffen wird?

Der absolute Irrsinn wird deutlich, wenn man bedenkt, dass keine 200 m weiter ohnehin eine Straße verläuft, die die Hagenower Straße und die Ludwigsluster Chaussee miteinander verbindet. In Zeiten klammer Kassen sollte man echt überlegen, ob man 500.000 Euro in eine Straße investiert, die keiner will und braucht.

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