Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Leserbrief zum „Schwedenfest“

21.08.2011, Kretz Klaus, 23996 Bad Kleinen

Bevor in den Medien das gegenseitige „Schulterklopfen“ und die zahlreichen „Lobeshymnen“ auf die eigene Arbeit beginnt, und erfreulich berichtet wird, dass der „Plan“ wieder einmal zu 150% erfüllt wurde, sollte doch noch ein wenig Platz sein über die „Schattenseiten“ des Festes zu kommentieren.

Das Schwedenfest bringt zahlreiche Touristen, und diese bringen den Geschäftsleuten, und somit der Stadt auch Geld, und das ist gut so.

Was aber bleibt den Touristen in Erinnerung?

Die Katastrophale Verkehrs- und Parksituation in der Stadt!!

Hier hat die, für den Verkehr zuständige Behörde vollkommen versagt!

Das Schwedenfest wird nicht zum ersten Mal in der Stadt gefeiert, und man sollte denken, auch eine Behörde lernt von ihren eigenen Fehlern. Nicht so in Wismar.

Jedes Dorf- Schützenfest bekommt vor einem Fest die Auflage, genügend Parkplätze zu schaffen und zu organisieren. Wer ist da in Wismar zuständig?

Jeder Reisebus, der in Wismar mit seinen Gästen eine Stadtrundfahrt durchführt (und das gehört nun einmal dazu), wird schon an der Wendeschleife „Stockholmer Straße“, falls er überhaupt so weit kommt, da die rechts und links parkenden Fahrzeuge kaum eine Gasse bilden, die für einen Bus breit genug wäre, brutal daran erinnert, wie unfähig hier die Behörden sind.

Die gesamte Wendeschleife (überall auf der Welt gilt in einer Wendeschleife ein absolutes Halteverbot) ist zugeparkt mit zumeist einheimischen Fahrzeugen!! Hier ist ein Wenden unmöglich, so dass der Bus gezwungen ist, die gesamte Stockholmer Straße rückwärts wieder zu verlassen!!

Ein Anruf bei der Polizei schafft für den Hilfesuchenden zwar Klärung, jedoch keine Abhilfe. Denn hier in Wismar ist die Polizei nicht für den „ruhenden Verkehr“ zuständig!! Dafür zeichnet das Ordnungsamt, das ja natürlich auch am Wochenende „besetzt“ ist, Verantwortung!!

Scheinbar wissen das die einheimischen Fahrzeugführer sehr genau, oder wie kann man sich ein solches rücksichtslose Verhalten sonst erklären? Während die zuständigen Herrschaften sich in ihrem Garten oder beim Schwedenfest vergnügen, bricht in der Stadt der gesamte Verkehr gänzlich zusammen!

 

 

 

Jetzt hat sich der Bus rückwärts, und Gott sei dank, auch unfallfrei aus der zugeparkten Stockholmer Straße gequält, setzt er seine Stadtrundfahrt in Richtung Hafen fort. Aber hier erlebt er das Gleiche wie in der Stockholmer Straße. Auch hier sind die Straßen gesäumt mit parkenden Fahrzeugen, sowohl auf der rechten, als auch auf der linken Seite. Einige soweit in Fahrbahnmitte, dass ein Durchkommen mit dem Bus unmöglich ist. Ein Anruf bei der Polizei sorgt natürlich nicht für Abhilfe, denn………….. siehe oben!!! In jeder anderen deutschen Stadt würden hier natürlich auch entsprechende Schilder aufgestellt, und, wer dagegen verstößt und den fließenden Verkehr so rigoros behindert, natürlich sofort abgeschleppt werden.

Zwei riesige Grundstücke im Hafenbereich, stehen theoretisch für ausreichend Parkflächen zur Verfügung. Man müsste lediglich das Gras mähen, und die dort verbrachten Betonplatten in der Zeit des Schwedenfestes entfernen. Auch ein Ordnungsdienst, und ein paar Wegweiser zu Parkplätzen würden wahre Wunder bewirken. So gesehen bei fast jedem Fest auf jedem beliebigen Dorf. Das Problem wäre gelöst! Hier stellt sich nun die Frage, ob das Problem überhaupt gelöst werden soll?? Oder stecken hier ganz andere Gedankengänge hinter der Angelegenheit? Hier sollte man sich doch einmal beim zuständigen Ordnungsamt, und den Verantwortlichen kundig machen! Denn soviel Unfähigkeit kann und darf es doch bei einer Behörde nicht geben. Oder ist man vielleicht hier doch mehr bemüht, einheimischen Unternehmen Auflagen zu erteilen, um die Ordnung und die Sicherheit zu gewährleisten?! Bei all der Theorie sollte jedoch die Praxis nicht aus den Augen verloren werden. Was hier beim Schwedenfest deutlich auf der Hand lag!

Jedenfalls hat der Reisebus nach dem er sich nun noch aus dem Hafengebiet gequält hat, entnervt aufgegeben, die Gäste haben sich die Stadt nicht per Bus anschauen können, und Wismar hat wieder einmal, eine denkbar schlechte Visitenkarte hinterlassen.

Und nun meine Herren vom Ordnungsamt, klopfen sie sich weiter gegenseitig auf die Schultern, und feiern das gelungene Schwedenfest mit 150% Planerfüllung !

Prost Mahlzeit!

 

 

 

 

 

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