Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Leninbild neu erfinden?

12.08.2014, Siegfried Frenz, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Zum Lenindenkmal"
im Schweriner Blitz vom 12.08.2014

Zu »Zum Lenindenkmal«, Blitz vom 10. August.

Geht es in Schwerin um Lenin? Nicht nur die Karl Marx Straße musste einfach weg, nicht nur als Straße oder so. Es geht um etwas ganz Besonderes bei allem was in den Köpfen der ex DDR Menschen vorzugehen (hatte oder hat?). Unser Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen bringt es erneut auf den Punkt. Wochenzeitung - Das Parlament - »Er wolle die nächsten Generationen befähigen, ihren Eltern Fragen zu stellen. Dabei müsse man ihnen Informationen geben, mit denen sie sich frei auseinandersetzen können.« Zitat

Das diese Aktionen nicht als Spaß aufzufassen sind, spüren nicht nur Lehrer und Eltern, jetzt bereits und seit Jahren. Nicht nur die Kinderheime in der DDR und tausend andere Dinge sind »aufzuarbeiten«. Sollten den Gedenkansprachen zum August 1914 nur Reden folgen und verfolgen? Haben es Menschen verlernt durch Taten zu gedenken! Was darf ich mit meinen Kindern eigentlich besprechen, wo ich doch einst ein stolzer Thälmann-Pionier war? Und selbst Lehrer und Bilderstürmer war und bin. Wenn auch nicht gegen Leninbilder.

Siegfried Frenz, Schwerin

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