Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Lebewesen wie wir

12.02.2018, Astrid Suchanek, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Ernährung für 10 Milliarden«"
im Rostocker Blitz vom 11.02.2018

Da hat der Autor wahrhaft ein Horrorszenario entworfen. Das hat natürlich nicht er entworfen, sondern er hat lediglich die Wahrheit ans Publikum gebracht. Das ist unsere Zukunft, wenn die sogenannten Eliten nicht endlich gestoppt werden und mit einer vernünftigen Agrarpolitik beginnen inclusive der Vermeidung ständiger Überproduktion in Form von Tonnen jährlich weggeworfener Lebensmittel. Das gilt auch für sinnlos gequälte Tiere, die für den Müll lebenslang gequält wurden. Genfleisch, Laborfleisch, Fischfarmen, Genpflanzen, Pflanzenfabriken, Tier- und Pflanzenklone, Gifte in den Böden und überall. Haben wir heute schon fast alles – zum Wohl der Konzerne, nicht zum Wohl des Volkes – kommt aber alles noch besser. Von gesunder Ernährung und Leben in Wohlstand ist da keine Rede mehr. Das gilt schon für die heutige Menschheit. Wenn ihre Vermehrung weiter so ansteigt, wird der Horror unvorstellbare Formen annehmen. Und deshalb hat der Autor das vergessen zu erwähnen, hört man natürlich auch im mainstream nicht: Die katastrophale Vermehrung der Menschheit muss bei Strafe ihres Untergangs radikal gestoppt und zurückgefahren werden – aber nicht mit Kriegen à la USA. Lange hält der Planet die Seuche Menschheit nicht mehr aus. Die Natur wird gnadenlos vernichtet, Ökosysteme brechen zusammen, die Tiere in Wald und Flur, in der Luft und im Wasser krepieren an Hunger, weil wir ihnen frech ihre Existenz gestohlen haben, und an unserem Gift und Müll. Die Böden und die Ozeane sind verseucht usw. Was soll da ohne Menschheitsreduktion, radikale Ernährungsumstellung und radikale Naturerhaltung noch gehen?

Und: Die Tiere jedweder Art werden seit ewigen Zeiten gnadenlos ausgebeutet, gequält, missbraucht, versklavt, gefangengehalten, ermordet und gefressen, als wären sie Maschinen zu unserem beliebigen Gebrauch und nicht die gleichen Lebewesen wie wir. Das gilt auch für die Wildtiere und die Fische. Auch sie sind fühlende Lebewesen. Und das gilt auch für jedes Insekt, jeden Regenwurm, jede Ratte usw. In den Tier-KZs werden weltweit Abermilliarden Tiere jedes Jahr grausamst zum Zweck ihrer Ermordung gezüchtet. Die Verbrechen an den wehrlosen Tieren haben unvorstellbare Ausmaße angenommen. Abartig ist kein Ausdruck für diese Anmaßung der Menschheit. Für ihre Verbrechen wird sie irgendwann – Jahrtausende zu spät – bezahlen.

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