Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Lebenswerk fortsetzen

04.06.2018, Siegfried Spantig, Hagenow

Karl Marx hat eine Presse gehabt, wie wohl nicht gedacht. Und es ist auch eine grundsätzliche Erkenntnis vermittelt worden: Wer den Denker aus Trier als einen Philosophen ausgibt, der Pläne für die Zukunft der Menschheit vorgelegt hat, der weiß von ihm nichts. Karl Marx war seiner Zeit verhaftet und hat sie nur auf einige Felder besucht, allerdings auf denen, auf denen ihr Wesen wuchs. Und wir Heutigen hätten nun ganz gern gewusst, wie das mit dem Kapitalismus weitergegangen ist. Seine Kriege und anderen Greuel kennen wir zwar, aber die Frage ist doch, wann wird er sein Dasein beenden und vor allem wie = atomarer Menschheitstot, Erdausdörrung? Ich fragte den Präsidenten der Europäischen Linken, wäre es nicht Zeit im Stile von Karl Marx zu erarbeiten, wo der Kapitalismus heute mit uns steht und ob er wohl noch einen langen Atem hat? Antwort: Für diese Arbeit Wissenschaftler zu gewinnen, das kostet Geld. Aber er wird sehen, was sich machen lässt. Natürlich wären wir es auch dem Karl Marx schuldig, sein Lebenswerk fortzusetzen. Aber noch stehen wir mit leeren Händen da, als wären wir arm an Geist.

Siegfried Spantig, Hagenow

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