Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Leben und Leben lassen?! Klima egal? Denkt an Eure Kinder und Enkel

26.11.2018, Sandro Fischer, Rostock

Wozu ein 10 oder 16 Meter tiefes Wasserauffangbecken im Pütterweg, wo doch die NOCH vorhandenen Biotope das Regenwasser auffangen könnten? Warum mutwillig das Klima zerstören?

Warum hat nicht ein einziger Politiker oder eine Partei den Arsch in der Hose, um gegen diesen Zukunftsplan und Irrsinn zu kämpfen? Bei der BUGA schreien doch auch alle ja.

In zehn Jahren würde niemand mehr einen Gedanken daran verschwenden, Kleingärten zu zerstören, weil das Klima dann so geschädigt sein wird, dass man um Kleingärten kämpfen muss.

Im Zuge einer Petition bekam ich vom Ministerium für Landschaft und Umwelt folgende Stellungnahme: Das Kleingartenwesen habe eine wichtige gemeinschaftliche, soziale und nicht zuletzt integrative Funktion in unserer Gesellschaft. Es diene dem generationsübergreifenden Miteinander, aber auch der Versorgung mit gesundem Obst und Gemüse und leiste einen wichtigen Beitrag zum Erhalt alter Obst- und Gemüsesorten. Den Kommunen werde nahe gelegt, für ihre Wohnbebauungen zunächst ungenutzte Flächen zu erschliessen.

Es gibt reichlich Freiflächen, die bebaut werden können, ohne die Gärten zu zerstören und somit auch Artenschutz, Klima und Gesundheit der Menschen.

Die Natur, also Bäume, Sträucher und alles Grün, sorgt für die Produktion des Sauerstoffs, auf die wir und alle, sowie die Tiere angewiesen sind.

Jedes Kind in der Schule lernt, dass Bäume für gute Luft sorgen, in stickigen Räumen genauso wie in einer Großstadt.

Was ist mit den gefährdeten Arten von Insekten, Echsen und Vögeln die auf der roten Liste stehen??? In der Kleingartenanlage Pütterweg sind einige, die jetzt vertrieben oder durch die Zerstörung der Kleingartenanlage sogar getötet werden. Warum lässt man sowas zu? Haben die Politiker, die dies verantworten, keine Kinder und Enkelkinder, die auch die Luft zum atmen brauchen? Kann diese Profitgier gestoppt werden, durch normales Denken? Rettet diese Anlage! Der Kleingärtner möchte seine Parzelle weiter bewirtschaften. Für ihn bricht in der Regel eine Welt zusammen bei deren Verlust.

Was ist mit den Kranken, Armen und alten Bürgern, die sich mit der Gartenarbeit fit halten? Viele wohnen in der Nähe und haben somit ein Ziel für den Tag. Aber scheiss drauf, alles muss zubetoniert werden. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Ursachen für das Vogelsterben in Deutschland sind z.B. Insektensterben und NATURZERSTÖRUNG!

Das Insektensterben in der Stadt kann überhaupt nur durch Kleingärten verhindert werden. Das sind die artenreichsten, ökologisch vielfältigsten Flächen. Nirgendwo lernen Kinder Biologie oder Chemie besser als in einem Garten, jede Schule sollte mit einer Anlage kooperieren.

Unsere globale und bundesweite Raubbauwirtschaft und der unerfüllbare und zerstörerische Traum vom unbegrenzten Wachstum führen zu immer massiveren Schäden, nicht nur in der Vogelwelt.

Das darf doch alles nicht wahr sein. Was sind das für Menschen, die so etwas entscheiden? Können die nicht normal denken, oder haben die alle nur die Euro-Zeichen in den Augen???

Geht so die Bürgerschaft mit den berechtigten Sorgen von mindestens 15.000 wahlberechtigten Bürgern dieser Stadt um? Desinteresse bis auf einzelne wenige Ausnahmen! Wissen diese Abgeordneten überhaupt noch, wer sie in das Stadtparlament gewählt hat? Wer so agiert, hat diesen Platz mit Sicherheit nicht verdient. Ich kann nur hoffen, das diese Ignoranz der Volksvertreter bei den nächsten Wahlen im März gebührend von den Wählern honoriert wird!

Herr C. Seifert brüstet sich ja in den Medien als Retter aller Anlagen, aber für den Pütterweg setzt und setzte er sich nicht ein, obwohl er es suggeriert hat. Im Gegenteil, er arbeitet gegen diesen Kleingartenverein. Die Kündigungen sind unrechtmäßig, dies hat Herr Seifert auch bestätigt. Auch sagt Herr Seifert, das die Entscheidung falsch sei, die Kleingartenanlage Pütterweg platt zu machen.

NOCH ist es nicht zu spät, noch kann man sie retten! Warum nur tut das niemand?

Nur mit einem starken Verband wäre es möglich, diese Anlage zu retten. Leider haben wir keinen starken Verband hinter uns?!

StadtGrünerhalt sollte eine höhere Priorität als Wohnungsbau haben! In zehn Jahren wird das Klima so geschädigt sein, das niemand nur einen Gedanken an Raubbau hätte.

 

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.