Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Landwirtschaft

14.06.2016, Willi Lauterbach, Schwerin

Gedanken zur Tagung der »Rosa-Luxemburg-Stiftung« und der Kreisbauernverbände der umliegenden Kreise zur Zukunft der Landwirtschaft am 6. Juni in Banzkow. Die fachlichen Fragen (Fruchtfolge, Biodivisität, tierartgerechte Haltung und Bestandsgrößen) müssen wissenschaftlich fundiert und nicht ideologisch-politisch praktiziert werden. Ein Politikum von Brisanz ist der niedrige Milchpreis. Die Macht der Handelskonzerne ist, seit dem sie große Marktanteile bis nach Wladiwostok erreicht haben sehr mächtig. Die Molkereien hängen daran, sind aber mächtiger als die Landwirte. Die Milchschwemme ist fakt, doch die Abschaffung der Milchquote diente nur der Wiederbelebung des Prinzips »Wachsen und Weichen« in diesem Bereich. In diesem Wachsen und Weichen tobt sich der aktuelle Kapitalismus genau so aus, wie in der Arbeitshetze, wie ich sie von meinen Kindern, Enkeln, Nichten und Neffen erfahre. Konsequenz kann doch nur sein, dass sich Landwirte aller Eigentumsformen und ökologischen Ausrichtungen gemeinsam politisch zur Wehr setzen. Die Milchmengenregulierung kann nur der Staat sichern. Barrieren konnten in der BRD nie eine gemeinsame Markt­strategie entwickeln (siehe Butterberge und Milchschwemme).

Willi Lauterbach, Schwerin

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