Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Landschaftszerstörung durch Windkraftanlagen als Folge des Atomausstiegs!

13.05.2019, Dietmar D., Gehlsbach OT Darß

Braunkohle und Steinkohle waren in Deutschland bis zur Inbetriebnahme der ersten Atomkraftwerke Hauptenergieträger zur Stromerzeugung. Die Erzeugung von Elektroenergie durch Atomkraftwerke war eine Energiewende, denn Atomstrom ist völlig emissionsfrei, so sauber wie Windkraft oder Wasserkraft. Dann organisierten Atomkraftgegner massiven Widerstand, der zur Abschaffung der effizienten, emissionsfreien und umweltfreundlichen Atomkraft führte! Kohlestrom will man aber wegen der hohen CO2-Belastung auch nicht mehr haben. Atomstrom und Strom aus fossilen Energieträgern sollen aus erneuerbaren Energieträgern kompensiert werden, hauptsächlich aus Windkraft, teils aus Biogas und Solarstrom. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern wird als Energiewende bezeichnet, obwohl es ja eine Wende von der Energiewende ist, also eine Rückentwicklung. Die saubere, effiziente, umweltschonende Atomkraft wird durch Landschaft und Habitate zerstörende, gesundheitsschädigende Windkraft ersetzt. Außerdem werden Ackerflächen für den Anbau von Biomasse für Biogaskraftwerke genutzt. Der Anteil von Atomstrom lag im Jahr 2004 bei 32,1%, im Jahr 2017 nur noch bei 11,6%, also gegenüber 2004 eine Differenz von 20,5%. Hätten wir heute noch eine Atomstromversorgung wie im Jahr 2004 mit 32,1%, könnten heute schon fast alle Braunkohlekraftwerke, mit einem Stromanteil von 22,5%, abgeschaltet werden. Oder anders ausgedrückt, wir hätten uns diesen gesamten Windkraftirrsinn, einschließlich der Produktion von Biomasse sparen können. Der Stromanteil von Windenergie lag im Jahr 2017 bei ca. 17%. Ca. 28.000 installierte Windkraftanlagen produzierten den Strom. ( Zahlenangaben aus allgemein zugänglichen Quellen, gerundet ) Bis zum endgültigen Atomausstieg im Jahr 2022 müssen noch ca. 11,6% Atomstromausfall und bis zum Jahr 2038 ca. 36% Kohlestromausfall mit erneuerbaren Energieträgern, hauptsächlich Windenergie kompensiert werden. Das heißt, dass wir zu den jetzt bestehenden ca. 28.000 Windkraftanlagen noch mal rein rechnerisch ca. 78.400 Windkraftanlagen dazu benötigen.( Zuzüglich Speicher-, Gas- oder Kohlekraftwerke als Back- up- Kapazitäten) Natürlich ist diese Rechnung völlig abstrakt, zeigt aber wohl deutlich, wie viel Natur, Habitate, landwirtschaftliche Nutzflächen, Umwelt und soziales Umfeld vernichtet werden. Die zerstörerischen Ausmaße, als Folge des Atomausstiegs sind rational nicht mehr fassbar! Bei aller Gefährlichkeit der Atomtechnik sollte man aber sachlich und realistisch bleiben. Jede neue Technik wird weiterentwickelt. Durch Kerntechnologie sind weltweit vergleichsweise wenig Menschen zu Schaden gekommen. In Deutschland wurden die sichersten Atomkraftwerke der Welt gebaut, auch der sichere Einschluss von Atommüll in Glas wurde erfunden! Seit dem Atomunglück von Tschernobyl richtet sich der Fokus auf noch mehr Sicherheit. Wie einfach wäre alles, wenn man die Anzahl supersicherer Atomkraftwerke entsprechend des Bedarfs erhöht hätte und supersichere Endlager für Atommüll dazu gebaut hätte? Dann hätten wir eine effiziente Stromversorgung, sauberes Klima und eine unzerstörte Natur!

 

 

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