Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Landrat hielt Wort

19.12.2017, Hannelore Mussar, Parchim
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Politik gegen die Mneschen"
im Schweriner Blitz vom 12.11.2017

Mit dem seit drei Jahren bestehenden Projekt „Pflegelotsen“ betrat der Landkreis Ludwigslust/Parchim Neuland. Inzwischen sind 37 Ehrenamtliche in dieser Funktion im Altkreis Parchim tätig. Für viele Pflegebedürftige beziehungsweise pflegende Angehörige sind wir eine erste unbürokratische Anlaufstelle. Aufgrund einer gezielten Schulung sind wir in der Lage, Informationen über Unterstützung und Hilfe im Pflegefall zu geben. In monatlichen Zusammenkünften vervollkommnen wir unser Wissen. Unsere Koordinatorin, Frau Lübcke, die ihren Sitz im Mehrgenerationenhaus in Lübz hat, organisierte Fachvorträge, Besichtigungen von Pflegeeinrichtungen und Sanitätshäusern und bot die Möglichkeiten des Erfahrungs- und Gedankenaustausches. Diese Angebote wurden von uns Pflegelotsen geschätzt und gerne angenommen. Inzwischen haben wir uns zu einem festen Team entwickelt. Im Oktober erfuhren wir, dass unser Projekt zum Jahresende ausläuft und sich das Land aus der Finanzierung zurückzieht. Im Landkreis war man sich zwar einig, auch in Zukunft nicht auf die Pflegelotsen zu verzichten, aber wie es um die Organisation stehen würde, wurde mit uns Pflegelotsen nicht kommuniziert. Um auf unsere Befürchtungen aufmerksam zu machen, wandten wir uns an die Presse. Als nächsten Schritt baten wir den Landrat um ein Gespräch. Ohne lange zu zögern war Herr Christiansen dazu bereit. In einer offenen Aussprache erfuhren wir, dass der Landkreis das Pflegelotsenprojekt fortführen wird, im Haushalt dafür Gelder bereitgestellt werden und eine Koordinatorenstelle für den gesamten Kreis ausgeschrieben wird. Wo diese allerdings angebunden sein wird, ist noch nicht entschieden. Abschließend versprach Herr Christiansen, an unserer nächsten Zusammenkunft teilzunehmen. Er hielt Wort und besuchte uns am 14. Dezmber gemeinsam mit der Vorsitzenden des Sozialausschusses, Frau Borchert. Er erläuterte noch mal die geplanten Veränderungen und versprach, bei der Umsetzung unsere Einwände und Bedenken zu berücksichtigen, um so einen möglichst reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Letztlich stellte sich heraus, dass bei besserer beiderseitiger Kommunikation die ganze Aufregung zu vermeiden gewesen wäre. Wir möchten Herrn Christiansen und Frau Borchert ausdrücklich für ihre Bereitschaft zum Gespräch und die rasche Unterstützung danken. Wir Pflegelotsen gehen nun zuversichtlich in das neue Jahr.

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