Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Kühnerts Phantasien

03.05.2019, Rainer Gutz, Neubrandenburg

Bei dem Jungsozi Kevin Kühnert ist ein mal mehr die Phantasie mit ihm durchgegangen. Er plädiert neuerdings für sozialistische Vergemeinschaftungen und zeigt damit was wirklich in diesen Links/Grünen Köpfen vor sich geht. Wenn sie an die Macht kämen, würden wir die Umsetzung dieser Pantasien von Enteignungen und sozialistischer Umverteilung hautnah erleben, darum darf es nie so weit kommen, dass Links/Grün mal alleine die Regierung bildet. Denn Sozialismus hatten wir schon mal und der hat als Gesellschaftsform versagt.

In einem hat er aber aus meiner Sicht Recht, dass ist die ungerechte Verteilung des Wohlstandes. In Deutschland werden immer mehr stinkreich und immer mehr bettelarm. Da muss sich wirklich was ändern, es kann nicht sein dass 40 % der Bevölkerung in Armut leben, weil die Kapitalisten nicht bereit sind von ihrem Reichtum, den sie doch nur durch die Ausbeutung der Arbeitskräfte erlangt haben, etwas abzugeben. Ich verstehe auch nicht, woher diese Gier nach Macht und Reichtum kommt. Es ist doch niemandem gedient, wenn es zu sozialen Spannungen kommt und sich die einfachen kleinen Leute die Produkte der Reichen nicht mehr leisten können. Wenn ich 10 Euro verdiene und in der Autowerkstatt aber 120 Euro Stundenlohn bezahlen soll, so funktioniert dieses Modell nicht. Es kann nicht sein, dass man 12 Stunden arbeiten muss, um eine bezahlen zu können. Und weil die Reichen seit Jahrzehnten nicht einsichtig sind und die Unterschiede immer größer werden, plädiere ich für einen Mindestlohn von 12 bis 15 Euro oder einen Mindestverdienst von 1500 bis 2000 Euro Netto je nach Region und eine 10 % Abgabe zum Sozialausgleich ab 100.000 für Singels und 150.000 für Ehepaare vor Steuer, die aber nicht vom Staat vereinnahmt werden dürfen, sondern zweckgebunden für Sozialausgleichszahlungen genutzt werden müssen. Um so allen Bürgern am Wohlstand teilhaben zu lassen. Denn wer soviel Geld verdient, kann und muss mehr für den sozialen Frieden im Land tun. Ich weiß, da werden viele jammern, aber sie können auch die Mitarbeiter ordentlich bezahlen, dann brauchte man den zweiten Punkt nicht. Jedenfalls Enteignen und Vergesellschaften ist der falsche Weg, das würgt nur die Initiativen und die Ideen ab, um etwas zu erreichen.

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