Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Krise des Staatstheaters

17.02.2012, Dr. H. Bomke, Schwerin

Medienberichten zufolge stehen dem Staatstheater Schwerin Einsparungen im Programm bevor. So soll z.B. Richard Wagners Oper »Tannhäuser«, kürzlich erst erfolgreich aufgeführt, wieder aus dem Programm entfernt werden. Es wird also »nach unten« gespart, ganz nach dem »Konzept« der Landesoberen. Dass dabei auch der künstlerische Qualitätsanspruch geopfert wird, wäre die weitere Folge. Nun war kürzlich vom Interesse des Landkreises Parchim-Ludwigslust zu hören, die bedrohte Fritz-Reuter-Bühne zu übernehmen und an das Mecklenburgische Landestheater Parchim anzubinden. Aus meiner Sicht die gegenwärtig beste Lösung für die Reuterbühne, bevor sie auf »Beschluss« des Aufsichtsrates vollständig weg-»geprüft« wird. Am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, dem finanziell mit Abstand am besten ausgestattete Theater in MV, hätte das Ensemble der Reuterbühne auch künftig kaum eine sichere Perspektive. Wieviel sind heute noch feste Ensemblemitglieder? Auer, Schrodt und Sharma, ansonsten »als Gast«. Befriedigend kann das für einen Künstler nicht sein. Früher lebten viele in gesicherten Arbeitsverhältnissen, dabei war die DDR kein »reicher« Staat. Aber er föderte die Kultur.

 

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