Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Kriegsfreie Welt ist möglich

02.02.2020, Wolfgang Mengel, Stralsund

Da stand kürzlich in einer Zeitung ein Bericht über die Grand Lady, die aus der TV-Serie „Verrückt nach Meer“ bekannte MS „Artania“, kein Riesenschiff, 231 m lang mit max. 1200 Passagieren an Bord. Alles an Bord ist top, das Schiff ist beim deutschen Kreuzfahrtpublikum sehr beliebt, es gibt sehr viele „Wiederholungstäter“. Was mich beeindruckte, sind die Worte des norwegischen Kapitäns Morten Hansen, der sagte: „Hier an Bord leben 26 Nationen und 5 Weltreligionen friedlich zusammen. Wenn es doch nur überall auf der Welt so wäre wie auf der ´Artania´". Und ich höre da einen tiefen Seufzer heraus! Durch mehrere Aufenthalte auf Schiffen der Aida-Flotte („Cara“, „Prima“, „Diva“) kann ich seine Worte nur unterstreichen, beweisen sie doch, und das fand ich auch auf meiner dreiwöchigen Russlandreise bestätigt, dass die einfachen Menschen, egal welcher Nationalität oder Konfession, alle friedlich miteinander leben wollen und können. Es sind die Politiker, die die Machtinteressen der Eliten des Finanzkapitals, der Monopole und des militärisch-industriellen Komplexes vertreten, die nur nach Gewinnen, Umsätzen, Renditen und (fremden) Rohstoffen gieren, für die wir billige Arbeitskräfte und ggf. Kanonenfutter sind und die uns an den Rand eines (möglichen atomaren) Krieges bringen. Das hat unser Planet und sein Leben auf ihm nicht verdient, nicht die vielen Millionen und Milliarden Menschen, die täglich mit ehrlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen und einen Anspruch auf ein friedvolles Leben haben. Wir alle sind Gast auf diesem Planeten, haben alle nur ein Leben, und es muss alles dafür getan werden, dass die Eliten mit ihrer egoistischen Sichtweise nicht durchkommen, dazu haben sie kein Recht! Zwei Sprichwörter dazu: „Geld regiert die Welt“ und „Geld verdirbt den Charakter“. Es ist das Schlimme daran, dass die Megasuperreichen meinen, den Planeten für sich allein kaufen zu können. Das darf bei Strafe des Untergangs nicht zugelassen werden! Ist denn gegen diese ganze Schmach absolut kein Kraut gewachsen?

Wolfgang Mengel, Stralsund

 

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