Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Krieg ist kein Mittel der Politik

02.07.2012, Dr. Hans Bomke, Schwerin

Zur Rede des Bundespräsidenten vor der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg am 12. Juni: Die Rede des Bundespräsidenten Gauck vor der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr vom 12. Juni empört viele Bürger. Seiner Auffassung »Freiheit in Verantwortung« stimme ich zu, nicht jedoch der Propagierung des Krieges als Mittel der Politik und als gemeinnütziges Heldentum. Unsere »glückssüchtige Gesellschaft« könne deutsche Gefallene schwer ertragen, geklagte er. Nein, nirgendwo auf der Welt können Mütter den Tod ihrer gefallenen, richtiger ausgedrückt sinnlos geopferten Söhne ertragen! Das hat mit »glückssüchtig« kaum etwas zu tun. Von einem Staatsoberhaupt wird eine klare Aussage erwartet, die Kriege verurteilt und nicht um Verständnis für Kriegseinsätze wirbt. Unwahr sind auch seine Behauptungen über die Nationale Volksarmee der untergegangenen DDR. Diese hat niemals an militärischen Einsätzen teilgenommen, weder im Ausland noch im Inland. Wegen Arbeitskräftemangel wurden Armeeangehörige zeitweilig im Braunkohletagebau, in der Ernte oder zur Sicherheit der Verkehrsverbindungen bei schweren WEtterunbilden eingesetzt, also für und nicht gegen die Bevölkerung. Wie groß muss sein Hass sein, dies alles zu verleugnen? Gelten nicht gerade für einen Christenmenschen solche Bebote wie »Du sollst nicht falsch Zeugnis reden« und »Du sollst nicht töten«? Heinemann und von Weizsäcker hatten ein anderes, besseres Format als Staatsoberhaupt.

 

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