Mecklenburger Blitz Verlag

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Konfrontation NATO – Russland in der Ostsee

09.06.2016, Hans Bremerkamp, Rostock

Der oberste Seekriegsstratege der Deutschen Marine hat sich auch zu o.g. Problematik geäußert und erstaunlich originelle Argumente zu der Frage gefunden, warum und wozu Kriegsschiffe der US – Navy in der Ostsee kreuzen.

„Wir müssen darauf achten, dass die Ostsee nicht wieder zu einem Meer der Konfrontation wird!“ Unter „wir“ versteht der Herr Vizeadmiral selbstverständlich die NATO und die Deutsche Marine, die schon vor der Wende eben diese Konfrontation suchten und praktizierten. Ehemalige Angehörige der Volksmarine der DDR können mit vielen Beispielen aufwarten, wie Schiffe der Bundesmarine provokative Manöver gegenüber Schiffen der VM fuhren.

Die Präsenz von US-Kriegsschiffen in der Ostsee rechtfertigt der Vizeadmiral so: „Die Amerikaner waren immer in der Ostsee!“

Das Argument ist verblüffend stichhaltig, wird besonders von Ewiggestrigen verwendet, zeugt aber nicht eben von tiefgründiger Denkweise eines Flottenchefs eines Staates, der dem Frieden und der Entspannung verpflichtet ist.

Man stelle sich vor, russische Flottenkräfte operieren vor der US-amerikanischen Küste, etwa im Golf von Mexiko. Wäre das eine ernsthafte Provokation? Aber Kriegsschiffe der US-Navy in der Ostsee, eingebunden in das größte NATO-Manöver an der Ostflanke der NATO soll die Russen nicht beunruhigen und provozieren?

Schon allein die völkerrechtswidrige Osterweiterung der NATO ist eine Provokation.

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