Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Klimawandel alternativ denken

04.12.2019, Herbert Häußer, Wessin

Unsere Lösungsansätze zum Klimawandel sind Teil des Problems; darauf weisen amerkanische Sozialwissenschaftler hin. Nimmt man die E-Autos oder das Beispiel eines gigantischen Staudamms in China, der 10 Kohlekraftwerke ersetzen soll; in beiden Fällen werden gigantische Mengen an Energie, Roh- und Baustoffen gebraucht und in der Folge Zerstörung der Umwelt und Vertreibung der Menschen aus ihren Siedlungsgebieten die Folge sein. Dazu kommt noch eine industrielle Landwirtschaft die mit Landgrabbing ihre ehemaligen Bewohner in Großstädte vertreibt und ihrer bisherigen Reproduktionsmöglichkeiten beraubt. Die Immobilienspekulation befeuert den Energieverbrauch durch den Bau immer neuerer Immobilien in Ballungszentren. Der von der CSU zu verantwortende Ansatz mit Elektroroller, Carsharing in Großstädten oder der weitere Export von Autos mit Verbrennungsmotor nach Afrika, Asien und Südamerika erhöht den weltweiten Co2-Ausstoss erheblich. Bereits der Club of Rome oder der kürzlich verstorbene Erhard Eppler haben auf das kommende »Ende« hingewiesen; diese Schriften waren an den Universitäten und Hochschulen zu dieser/meiner Zeit bereits in den 70ern des letzten Jahrhunderts Studiengegenstand. Im Fall der industriellen Landwirtschaft wird seitens der Sozialwissenschaftler vorgeschlagen den Boden anders zu bewirtschaften; auf eine regenerative Landwirtschaft zu setzen und u.a. Obst und Gemüse in kleineren , flexibleren, mobileren, lokalen Produktionseinheiten zu erzeugen. Der eben ausgerufene Digitalpakt wird den Energieverbrauch auch im Zusammenhang mit E-Autos erheblich steigern; das Dreifache prognostieren einige Sozialwissenschaftler. Nach dem drohenden Ende der Windkraft bleibt es ein Geheimnis woher diese zusätzlichen Energie-mengen stammen könnten. Die Klimawende nach dem Konzept des MdL Kokert, der CDU/CSU geht so über in ein gigantisches Wachstumsprojekt für eine ungewisse Zukunft. Im Sinne einer echten Klimawende wird dagegen vorgeschlagen zurück aufs Land zu ziehen; hier wäre ein eigener Garten ein echter, erster Ansatz zur Klimawende. Viel Zeit zur Hoffnung bleibt nicht.

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