Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Kirchen können nicht die Mängel der Gesellschaft auffangen

05.08.2011, M. Thomas
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "»Mit einem dicken Rotstift gegen einen kleinen Geldbeutel«"
im Rostocker Blitz vom 31.07.2011

Die Autoren kritisieren die kirchliche Einrichtung Caritas, weil sie dem Leitsatz "Not sehen und handeln" nicht nachkommen und den CARIsatt-Laden schließen. Die Caritas ist eine kirchliche Einrichtung. Aber wer ist "Kirche"? Dazu gehöre z.B. ich: Ich bin Mitglied einer christlichen Kirche, zahle Kirchensteuer und zusätzlich das Kirchgeld an meine Gemeinde. Allen ist ja bekannt, daß es so viele Mitglieder der Kirche nicht mehr gibt. Und so können die Kirchen mit den wenigen Kirchenmitgliedern nicht alle sozialen Mängel dieser Gesellschaft auffangen. Also, die Kirchen sehen schon die Not (betreiben z.B. Altenheime, Kitas und Pflegeeinrichtungen wie den Michaelshof in Gehlsdorf), können aber aus finanziellen Gründen nicht immer und überall handeln. Vielleicht wenden sich die Kunden des CARIsatt-Ladens einmal an den Arbeitslosenverband, damit dieser die Kunden so fit macht, daß sie diesen Laden übernehmen können.

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