Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

KGV Broda

17.03.2018, Florian Werner, Neubrandenburg

Die wohl letzte Runde in der Debatte über eine mögliche Bebauung der Gartenanlage Broda-Neukrug hat begonnen. So wird am 22.03.2018 erneut über das Vorhaben in der Stadtvertretung abgestimmt.

Zuvor wurde der Beschluss vertagt und in einem gesonderten Ausschuss mit Vertretern der Stadt, der NEUWOGES und den Kleingärtnern besprochen.

Hierbei zeigte sich klar eine Spaltung, betonten die einen die baulichen Verpflichtungen der Stadt, widersprachen die anderen und erklärten, dass die Stadt ebenfalls soziale Verpflichtungen habe und hier eine gemeinnützige Anlage wie der KGV Broda auch städtische Aufgaben „übernehmen“ würde. Seitens der NEUWOGES wurde der Andrang auf die Baumesse beschrieben, ebenfalls auch, dass noch weitere Flächen nutzbar sind und man nun genauer schauen müsste. Dies verdeutlichte auch eine Grafik, welche mehrere potenzielle Baugebiete auswies.

Nach einem hitzigen Hin-und-her, beiderseits verständlichen Fakten und ja, auch einer gewissen Annäherung, wie z.B. in Fragen der gegenseitigen Kommunikation und Information, kam es zu einer Empfehlung, dass eine Mischbebauung der wohl beste Weg wäre.

Mir stellt sich nun die Frage, WAS GENAU heißt Mischbebauung?

Sind die brachliegenden Flächen oberhalb und neben der Gartenanlage gemeint? Kein Gärtner dürfte hier etwas gegen eine Erschließung haben. Oder heißt es schlimmstenfalls, dass nur ein paar Lauben bestehen bleiben und der Rest der Anlage den Häusern weicht?

Ohne eine genaue Definition der Bebauung ist es beiderseits ein riskantes Spiel. Daher bitte ich um Transparenz was jeder unter dem Begriff Mischbebauung versteht.

Durch eine breit geführte Debatte kam es auch dazu, dass die einzelnen Fraktionen mehr mit den Gärtnern in Kontakt traten, Verständnis zeigten und sich informierten, um was es eigentlich geht. So besuchte die CDU-Fraktion den Gartenverein, leider war es den Gärtnern hier nicht möglich, mit den Vertretern zu reden. Kurze Zeit später wird nun auch die SPD zu Besuch kommen.

Ich bitte daher die Stadtvertreter: Stimmen Sie am 22.03.2018 gegen eine Bebauung, finden Sie im Nachhinein einen Kompromiss mit den Gärtnern (bspw. Bebauung der leerstehenden Flächen um die Anlage herum) und schaffen Sie damit einen demokratischen Konsens, welcher für alle Beteiligten zufriedenstellend ist.

Vielen Dank,

F. Werner

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.