Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Keine Wölfe in dicht besiedelten Ländern

06.01.2020, Brunhilde Brauer, Schwerin

Ich bin 87 Jahre alt, auf dem Land aufgewachsen und habe gute Beziehung zu Tieren. Der Wolf ist ein schönes Tier, aber eben ein Raubtier. Sein Fleischbedarf liegt bei mindestens 4 kg am Tag. Laut Vizepräsident des Landesjagdverbandes haben wir momentan etwa 1300 Wölfe in Deutschland. Er geht davon aus, dass sich die Population innerhalb von 4 Jahren verdoppelt. Die schon jetzt in Deutschland lebenden Wölfe haben einen täglichen Fleischbedarf von 5200 kg. Der Wolf ist kein vom Aussterben bedrohtes Tier, insoweit bedarf er keines Schutzes. Mag er in unbesiedelten Gebieten Sibiriens jagen. Dort hat er auch seine Aufgabe. Er sorgt für einen gesunden Tierbestand, weil er hauptsächlich kranke und schwache Tiere zur Beute hat. Bei uns fressen sie im günstigsten Fall den Jagdpächtern die Rehe weg und im ungünstigen Fall den Bauern die Nutztiere. Die neuste Entscheidung unserer Politiker, wenigstens »Pro­blemwölfe« entnehmen zu dürfen, mutet wie ein Witz an. Ein Wolf der Rehe frisst, ist ein guter Wolf. Ein Wolf der Schafe und Rinder frisst ist ein böser Wolf. Sollen jetzt alle Wölfe dazu erzogen werden, nur bestimmte Fleischsorten zu fressen? Nun könnte uns das alles egal sein, wenn wir Bürger diese Politikerspinnereien nicht bezahlen müssten. Den Tierhaltern werden nicht nur die vom Wolf gerissenen Tiere finanziell ersetzt, sondern auch noch die Schutzmaßnahmen wie Zäune und Einhegungen. Wenn die Wolfsfanatiker, besonders die Grünen, das Geld nicht von uns Steuerzahlern, sondern aus eigener Tasche bezahlen müssten, würde sich sicher ganz schnell etwas ändern.

Brunhilde Brauer, Schwerin

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