Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Keine Gefahr aus dem Osten

31.08.2018, Waltraud Burmeister, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Hoffnungsschimmer«"
im Rostocker Blitz vom 26.08.2018

Dem kann ich mich nur anschließen.

Hat der sogenannte »kleine Mann«, als er sich 1989 von den Reden der »Bürgerrechtler«, die alle auf einmal ans Tageslicht kamen, begeistern ließ, gedacht, mit dem Westen kommt das Paradies? Es kommt die DM und alles bleibt so?

Auch die Pastoren, die immer sehr mit dem Staat liebäugelten und sichs in der DDR gut gehen ließen, hetzten – jedenfalls die meisten.

Es gab genug Menschen, die vorsichtig darauf hinwiesen, dass man auch durch andere Mittel, das System in der DDR ändern könnte. Diese wurden nieder geschrien und als SED-Bonzen und Stasi-Schweine betitelt.

Alles musste aus dem Westen sein, sogar die Bäume und das Gras waren dort grüner als in der DDR. Und das Begrüßungsgeld des Westens an den Osten war doch auch ein kluger Schachzug des Westens. Damit haben sie doch im Westen ihr Weihnachtsgeschäft angekurbelt. Der Westen hat den Osten schon immer betrogen und so ist es auch geblieben bis zum heutigen Tag.

Vom Joch der DDR-Obrigkeit wurden wir, Dank der lieben Schwestern und Brüder aus dem Westen, befreit. Millionen DDR-Bürger auch gleich von ihrer Arbeit!

Die sogenannten »Rechtler« haben sofort dafür gesorgt, dass sie gute Posten bekamen, selbstverständlich mit entsprechenden Solär. Der »kleine Mann« ging zum Arbeitsamt!

Unser Volkseigentum wurde uns gestohlen auf Anweisung von Kohl, Waigel und Konsorten und der BRD zugeführt. Durchweg! Die Treuhand erfüllte gerne diese Wünsche!

Alles wurde schlecht gemacht, bis zum heutigen Tag!

Hohe Preise – und mitunter höher als im Westen – wurden sofort eingeführt. Dafür wurden Renten und Löhne niedriger umgesetzt (Euro 1 zu 1). Keine Renten-Angleichung Ost-West bis heute. Der Geschäftsmann und Lebemann, der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder veranlasste mit einem Federstrich, dass das Renten-Niveau von 52 Prozent auf 48 Prozent gesenkt wurde. Das könnte die so hochgelobte jetzige Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, doch sofort mit einem Federstrich wieder beenden. Es soll einfach nicht sein! Warum auch?! Von den Rentnern aus dem Osten droht keine Gefahr. Ein Aufschrei müsste durchs Volk gehen, ist doch inzwischen bekannt, dass DDR-Frauen, die vor 1991 nur ein Kind geboren haben, keinen dritten Rentenpunkt bekommen. Sind diese Frauen nichts wert? Kein Mucks von Empörung! Mit solchen Duckmäusern lässt es sich gut regieren!

Auch die vier Wochen rückbezogene Renten-Zahlung – mit welchem Recht wurde das einfach getan?

Davon wird nie von den Qualitäts-Journalisten berichtet. Warum eigentlich nicht?! Sie sind angeblich so unabhängig und nur ihrem Gewissen verpflichtet, genauso wie die meisten »ehrenwerten« Bundestags-Abgeordneten. Ich findet die Berichterstattung der meisten Journalisten recht einseitig. Kritik unerwünscht.

Immer mehr Suppenküchen, Tafeln, Kinderaltersarmut, Obdachlosigkeit, Flaschen sammelnde Rentner. Und das sind keine Einzelfälle, die von der Hand in den Mund leben.

Aber es gibt auch genug Rentner, die ihre Tausende gerne Betrügern überlassen. Eine Haushaltshilfe können sie sich nicht leisten. Sie haben ja nur eine kleine Rente. Mir tut so etwas nicht leid.

Für mich sind die meisten Journalisten bis in die höchste Spitzen nur willige Schreiberlinge der Obrigkeit. Aber es gibt auch Ausnahmen, z. B. Frau Schmalz-Krone u. a.

Ich kann Frau Wagenknecht nur gratulieren! Viel Erfolg! Mit der jetzigen Linken passiert nichts!

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.