Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Keine exakte Arbeit

20.11.2014, Gerhard Kowalski, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Der Kampf um die Schornsteine"
im Schweriner Blitz vom 20.11.2014

Zu »Kampf um die Schornsteine«, Blitz vom 16. November.

So kann man diesen Artikel nicht stehen lassen. Bei einem Einkommen, wie die einer Ärztin ist der Schornsteinfegermeister ein doch sehr gut dotierter Posten. Bei der Einführung hatte Hitler deshalb verfügt, daß nur besonders braune Genossen mit dem goldenen Parteiabzeichen solch einen Status bekommen dürfen. Das galt auch in der Novelle aus den 60er natürlich weiter. Und damit sich nichts ändert, bekommt der Generalschornsteinfegermeister jährlich Sammelgelder der Kollegen. In DM-Zeiten ca. 4,7 Mill für die Lobbyarbeit im Bundestag. Das zahlte sich aus. In keinem Land der Welt war die Schwarze Mafia so stark. Jedes Jahr Anfang Januar war die Schwarze Delegation mit Präsentkorb beim Wirtschaftsminister Ebnet und strahlte dann über alle Backen. Immer eine schöne Preiserhöhung in der Tasche. Ich habe jahrelang mit der Europa-FDP Vorsitzenden und in der Folge auch mit Frau Homburger als Fraktionsvorsitzende FDP im DBT verhandelt. Auch Frau PDS-Gramkow war als Finanzausschußvorsitzende in LT um Hilfe ersucht worden – aber das war dann nur ein Schuß in den Ofen. Erst der neue FDP Abgeordnete aus Godern stemmte dann mit – in der Folge wurde er gleich von Rot-Grün, den besten schwarzen Freunden, abgeschossen. Aber Brüssel schoß zurück und ein nun nur noch halbherziges neues Gesetz gilt jetzt. Aber es ist ein Fakt: Jeder Bürger kann sich jetzt wirklich seinen Schornsteinfeger aussuchen, nach Preis oder Zufriedenheit usw. Auch unser Geselle des Rügener Bezirksmeisters hätte woanders fegen dürfen, natürlich nicht bei uns in Carlshöhe – das ist wohl klar, er ist ja angestellt. Aber nun fegt er als junger Meister in Bayern gleich in zwei Bezirken mit 5 Mitarbeitern und kommt mit dem Chefarztgehalt nie wieder zurück, wie er unserem neuen Meister aus Goldenstädt freudig berichtete. Und da sind wir bei der Praxis. Die Grünen haben schon wieder einen neuen Trick erfunden den Bezirksmeistern und die sind wie 1933 für ihr Gebiet zur bezahlten Überwachung zuständig geblieben und üben die Kontrolle aus, neues Geld zu beschaffen. Das betrifft nun auch die Messung der Kamine auf Feinstaub, weil ja nicht die Industrie in der Welt das CO 2 in Milliarden in die Luft bläst, sondern der kleine Bürger und der muß nun wieder von neuem vergewaltigt werden. Da ist also viel Luft im Verhältnis zu seinem Meister. Denn diese Messung darf nun nur wieder der zuständige Bezirksmeister machen, nicht etwa der Geselle oder der Ofenbauer, der die Wartung des Kessels jährlich vorher macht – also es ist dank der Grünen wieder so wie wir es bis 2012 auch hatten. Sparen kann man nur beim Fegen und Messen der Öl-Gaskessel. Ja und es funktioniert. Gerade war ein Meister aus Crivitz in Wickendorf. Es wird zwar dauern, aber das, was der Westdeutsche Meister im LK Nordwest-Mecklenburg den armen Häuslebauern angetan hatte, wird sich nicht wiederholen unabhängig von den gegen ihn laufenden Gerichtsverfahren. Geändert hat sich auch die Vergabe der Plätze. Nicht mehr das Wirtschaftsministerium ist zuständig, sondern die Kommunen. Und so sind wir nun den Rügener Meister endlich losgeworden. Auch er hatte beste Conectionen zur Stadtverwaltung in Schwerin. Da nun das WM nicht mehr zuständig war, sondern das OA Schwerin, dauerte es bei einer Beschwerde in der SV nur noch zwei Stunden bis der Meister aus Rügen stotternd anrief. Bundesdatenschutz – pillepalle bei den Conectionen des Schwarzen. Aber unser neue Meister flößt Vertrauen aus – so wie früher all die Jahre mit unserem Meister aus der Dr.Hans-Wolf-Straße und so soll es bleiben. Bei ca. 23 € für einmal Fegen im Jahr geht man in der Praxis doch nicht wandern und holt 5 Angebote ein. Da ist Neubrandenburg oder Polen zu weit weg – das beschreibt der Beitrag richtig. Gerhard Kowalski, Schwerin

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