Mecklenburger Blitz Verlag

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Kein großer Wurf

14.01.2018, Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin

Auch wenn die Spitzen der Sondierungsparteien immer wieder zu verkaufen versuchen, sie hätten bei den Gesprächen zur Regierungsbildung eine großen Wurf hingelegt - es stimmt einfach nicht. Die CDU/CSU hat der SPD ein paar Zusagen gemacht, damit Frau Merkel an der Macht bleibt und die Genossen ihren Mitgliedern sagen können, sie hätten hart verhandelt. Was solche Zusagen wert sind, hat doch die vergangene Regierungsperiode gezeigt. Wichtige verabredete Entscheidungen wurden vor sich hergeschoben oder schlichtweg abgehakt. Mit einer neuen GroKo wird das genauso weitergehen. Frau Merkel kann bequem weiter so regieren und die SPD wird untergebuttert. Sie wird den Preis dafür zahlen. Es bleibt noch die Hoffnung, dass das Parteivolk der SPD mehr Rückgrat hat und Nein sagt - aber die Hoffnung ist wohl gering.

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