Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Katzenliebe – Katzenfrust

19.08.2011, Karin Neurath

In vielen Haushalten leben Katzen und sind liebevoll betreute Hausgenossen.

Was aber, wenn sie den Besitzern lästig geworden sind und einfach ausgesetzt werden? Wenn sie überleben und sich vermehren, werden sie leicht zur Plage, so wie es zumindest auf Rügen der Fall ist. Manche Städte haben das Problem zufriedenstellend gelöst. Nicht aber Sassnitz. Hier hat man einfach das Füttern der herrenlosen Tiere auf städtischem Gebiet verboten. Die Wohnungsbaugesellschaften verstecken sich hinter dem städtischen Verbot, so dass den Mietern keine Möglichkeit der Fütterung bleibt.

Was das bedeutet, ist praktisch ein Todesurteil durch Verhungern. Keine Katze kann ohne menschliche Hilfe überleben. Außer Mäusen und eventuell Vögeln finden sie keine Nahrung. Die Mäuse sind durch die vielen Katzen rund um die Wohnblocks ausgestorben. Man sieht nie eine Katze vor einem Mauseloch sitzen, wie das anderswo der Fall ist. Dass trotz der menschenunwürdigen Verordnungen Katzen überlebt haben, ist nur einiger edler Tierfreunde zu verdanken, die sie versteckt

gefüttert haben. Anstatt den armen Wesen zu helfen, werden sie oft mit Hunden gejagt.

Es wird höchste Zeit, dass dieses Gesetz vom Tisch kommt und die überwiegend gut gestellte Sassnitzer Bevölkerung den armen ständig hungrigen Tieren hilft.

 

 

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