Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Katzenjammer statt Frühlingserwachen

19.03.2018, Katzenschutz Kühlungsborn e.V.

Alle freuen sich zu Recht auf den Frühling – endlich Sonne, Wärme, Vogelgezwitscher, bunte Farben und Zuversicht!

Katzenjammer bedeutet umgangssprachlich, dass auf die große Euphorie Ernüchterung und Verzweiflung folgt.

Für unseren Verein, wie auch für viele andere Tierschutzvereine in M-V und bundesweit, bedeutet das Frühlingserwachen eine jährlich beginnende Katzenschwemme, die kaum noch zu bewältigen ist.

Viele der aufgenommenen Kitten vom letzten Jahr warten noch sehnsüchtig auf Pflegestellen und die Neuen kommen bald. Die Tierheime sind voll, alleine in Schlage sitzen derzeit 165 Katzen, die auf ein neues Zuhause hoffen.

Weil kein Ende dieses Elends in Sicht ist, bedeutet es eine ständige Herausforderung, sich immer neu zu motivieren, um so möglichst vielen armen Geschöpfen zu helfen, die sonst oft einem qualvollen Tod geweiht sind.

Da immer noch keine Kastrationsverordnung für unser Bundesland beschlossen wurde, die zuständigen Behörden keine Verantwortung für verletzte oder aufgefundene Tiere übernehmen wollen und bis jetzt auch keine Kastrationsgelder aus den Fonds der Landesregierung und des Deutschen Tierschutzbund e.V. in Aussicht gestellt wurden, ist die finanzielle Belastung für unseren Verein trotz erheblicher Bemühungen einfach nicht tragbar.

Liebe Mitbürger und Tierliebhaber,

wir brauchen ganz dringend Ihre Unterstützung, damit kein bedürftiges Tier sterben muss, dem man mit teilweise geringen finanziellen Mitteln helfen könnte. Leider erhalten wir vom Deutschen Tierschutzbund e.V. keine dauerhafte finanzielle Unterstützung. Deshalb bitten wir Sie dringend um Geld und Sachspenden, die ausschließlich unseren Schützlingen zu gute kommen.

Wir hoffen inständig um mehr Eigenverantwortung und Vernunft aller, mit dem Problem frei lebender Katzen umzugehen. Die Katzen wollen nur leben, nicht mehr und nicht weniger, und dieses Leben ist kurz genug. Sie altern im Zeitraffer, weil sie ständig den extremen Bedingungen und Gefahren ausgesetzt sind.

Schon mit minimaler medizinischer Versorgung (Entwurmung) und Kastration sowie einer kontrollierten Fütterung können wir extrem viel bewirken.

Das schaffen wir aber nicht alleine, sondern hoffen sehr, dass sich einige Menschen finden, die mit einer Spende unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützen, weil sonst für viele Tiere keine Hoffnung auf Rettung besteht.

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