Mecklenburger Blitz Verlag

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Kapitalismus nicht zukunftsfähig

02.09.2019, Wolfgang Mengel, Stralsund

Kapitalismus nicht zukunftsfähig

Der Kapitalismus kann nicht das letzte Gesellschaftsmodell sein. Ob „normale“ oder „soziale“ Marktwirtschaft ist völlig egal, Marktwirtschaft hat den Sinn, Höchstprofite zu erzielen, egal auf welchem Sektor. Aus dieser Sicht wird es immer mindestens eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben, Reiche/Superreiche und die Masse der Armen. Es gibt einen zweiten Teufelskreis, der seinen Ursprung im ersten (Maximalprofit) hat: Die ständigen Kriege, die von den kapitalistischen Staaten, besonders von den USA, ausgehen: Leider ist es so: Kriege sind in diesem System ein wichtiger Konjunkturmotor, wenn nicht der Konjunkturmotor! Wir sehen das an den Riesengewinnen nicht nur der Rüstungsindustrie. Sind Städte und Länder zerstört, sind Wiederaufbau und Konsumtion notwendig, bei deren Realisierung natürlich sehr gern sofort geholfen wird – gegen Kasse! Wie anders ist es zu verstehen, wenn der Westen, vor allem die USA, durch Regime-Changes die Freiheitsrechte der Menschen verwirklicht sehen wollen? Hört sich äußerst edel an, aber dahinter verstecken sich durch die dabei zu deren Durchsetzung angezettelten Kriege die Milliardengewinne für Wirtschaft, Rüstung und Finanzen, also wieder Maximalprofite. Wenn der Normalverbraucher satt wird und reisen kann (nur mal diese zwei Beispiele), interessiert er sich meist nicht mehr für Politik (er denkt dabei, was nachvollziehbar ist, auch mal an sich selbst). „Ein voller Bauch studiert nicht gern“ (lat. Sprichwort) – und die Oberen haben ihr Ziel erreicht. Dieses aktuelle kapitalistische Raubsystem, was durch den Wegfall des Sozialismus absolut keinen Widerpart mehr hat, kann niemals das Gelbe vom Ei sein, hier sind vor allem die jüngeren Generationen gefordert, einen Weg zu finden, bei dem die Errichtung einer dauerhaften Friedensordnung nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.

Wolfgang Mengel, Stralsund

 

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