Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Käfighaltung - nein zum Wegsperren! Neue Bügel sollen Schüler zur Ampel lenken

18.06.2015, Anonym, Rostock (Name dem Verlag bekannt)

Der Staat hat zwei Möglichkeiten Gefahr von Leib und Leben im Straßenverkehr abzuwenden. Entweder er beschränkt die potentiellen Täter oder die potentiellen Opfer. Unser Tiefbauamt hat sich für das Wegsperren der potentiellen Opfer entschieden. Er beraubt die Freiheit, die Lebensgrundlage und die Gesundheit der potentiellen Opfer im Gegenzug für Menschen, die Maschinen in zerstörerischer Geschwindigkeit führen. Der Staat bestraft zudem diejenigen, die die Schutzhaft verlassen und wundert sich, dass sie ihr naturgegebenes Recht auf Selbsterhaltung als Widerstandsrecht in die eigene Hand nehmen. Der Staat ist laut Grundgesetz verpflichtet, Leben und Gesundheit zu schützen. Dabei müssen die Gefahren so abgewehrt werden, dass derjenige einzuschränken ist, von dem die Gefahr ausgeht. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass nicht rechtswidriges, sondern rechtmäßiges Verhalten begünstigt werden soll. Ansonsten würden Täter für ihr Verhalten belohnt und damit in ihrem rechtswidrigen Tun gestärkt. Sie hätten dann aber keinen Grund, ihr falsches Verhalten zu überdenken und einzustellen. In letzter Konsequenz würde sich der Rechtsstaat bei Missachtung dieses Grundsatzes selber aushebeln, da sich niemand mehr an seine Regeln und Gesetze halten wird.

 

Der §45 (1c, 1d) der StVO lässt eine Beschränkung der potentiellen Täter zu. Warum wird dies nicht umgesetzt?

 

Die Stadt ignoriert die Bedürfnisse der Menschen und nimmt deren Gefährdung wissentlich in Kauf. Eltern sollten sich der drohenden Gefahr für ihre Kinder bewusst sein und die Beschränkung der potentiellen Täter einfordern.

 

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.