Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Jedes (Park-) Angebot schafft sich seine Nachfrage

11.03.2018, Gabriele K., Rostock

Die Rostocker verfügen über den glücklichen Umstand, Busse, Straßenbahnen und die S-Bahn zu besitzen. Bei der Nutzung derselben kommt man manchmal einfach so mit wildfremden Menschen ins Gespräch. So erfuhr ich, dass meine Gesprächspartnerin aus Pölchow ihren Pkw in der Wendeschleife Südblick stehen lässt und per Bahn ihren Arbeitsort aufsucht. Sie hat am Zielort keine Fläche zum Abstellen ihres Fahrzeugs. Die Rostocker Bürgerschaft, Verwaltung und der OB tun alles, damit Pendler ihre Pkw überall in Rostock abstellen können. Parkhäuser und Plätze wurden und werden an jedem erdenklichen Ort gebaut, Gehwege - eigentlich für die Verkehrsabwicklung des Fußverkehrs vorgesehen - dienen ebenfalls als Parkplatz, manchmal auch als Fahrbahn. Finden Autofahrer überall Möglichkeiten zum Abstellen ihres Fahrzeugs, fahren sie damit auch überall. So wird auch meine Gesprächspartnerin beim entsprechenden Angebot per Auto zum Ziel fahren. Die Straßenbahn verliert Kunden und letztendlich ihre Daseinsberechtigung. Die Straßen, eigentlich für alle Menschen zum Gebrauch, werden von einigen wenigen so übernutzt, dass andere vom Gemeingebrauch ausgeschlossen werden. Rostocks Straßennetz ist endlich. Warum tun die Leute, die die Interessen aller Menschen vertreten sollen, so, als könnten sie unendlich viele Straßen und Parkmöglichkeiten bauen?

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