Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Initiative »Hund«

23.12.2011, Slvio Horn, Fraktionsvorsitzender UB-Fraktion, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Hunde-Phobie der Unabhängigen Bürger"
im Schweriner Blitz vom 18.12.2011

Die Fraktion »Unabhängige Bürger« hat es sich zur Aufgabe gemacht, parteipolitisch unabhängig für die Belange der Schweriner Bürger einzutreten. Das Thema Sauberkeit und Ordnung in unserer Stadt, insbesondere die Verunreinigung des Stadtgebietes mit Hundekot, wird uns in Zuschriften und bei Bürgergesprächen immer wieder als dringend zu lösendes Problem benannt. Hierbei besteht allerdings kein Normendefizit, sondern vielmehr ein Vollzugsdefizit. Rechtsvorschriften, dass Hundekot vom Halter eines Hundes zu entfernen ist, existieren bereits. Auf unsere Initiative hin ist dies in der städtischen Hundeverordnung sogar dahingehend konkretisiert worden, dass Hundehalter entsprechende Vorrichtungen zur Beseitigung des Hundekots mitzuführen haben und dies auch kontrolliert werden kann. Gleichwohl wird dieses Gebot von vielen Hundehaltern nicht eingehalten und nach unserem Dafürhalten von der Stadtverwaltung auch nicht systematisch kontrolliert. Das trifft übrigens auch für die Einhaltung des Leinenzwangs im Stadtgebiet und für die Zahlung der Hundesteuer zu. Wir haben in der Stadtvertretung einige Initiativen rund um das Thema »Hund« gestartet, aber nicht, weil alle 20 Stadtvertreter und sachkundigen Einwohner unserer Fraktion eine Hundephobie haben, sondern, weil wir nicht hinnehmen wollen, dass sich eine offenbar doch beachtliche Anzahl von unverantwortlichen Hundehaltern zu Lasten der Gemeinschaft nicht um die Einhaltung von Regeln des gedeihlichen Zusammenlebens kümmern. Unser Vorschlag für ein Pilotprojekt mit DNA-Registrierung findet keine Zustimmung, das haben wir zur Kenntnis genommen und akzeptieren es. Bedauerlich finden wir, dass von Seiten der anderen Fraktionen noch nicht einmal der Versuch unternommen wird, dieses Thema in den Fachausschüssen zu diskutieren und Pro&Contra abzuwägen. Wir haben im Vorfeld der Antragstellung umfangreich recherchiert, ja, es gibt Nachteile, aber auch unbestritten erhebliche Vorteile ein er solchen Datenbank. Unseriös wird es allerdings, wenn utopische Halbmillionenbeträge für ein derartiges Projekt konstruiert werden. Wir lassen uns durch diese Ablehnung nicht davon abbringen, auch weiterhin nach Lösungen im Sinne des Gemeinwohls zu suchen. Jeder ist aufgerufen bessere Ideen zum Thema Hundekot in die öffentliche Diskussion einzubringen, als unsere es vielleicht gewesen sein mag. Der Leserbriefschreiber Rodenbeck teilt in diesem Forum häufig Kritik aus, hilfreich wäre es, wenn er auch einmal konstruktive Vorschläge einbringt, ansonsten sind derartige Zuschriften nur hohles Geschwätz und eine Beleidigung der ehrenamtlichen Arbeit von gewählten Stadtvertretern und sachkundigen Einwohnern.

 

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