Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

In Sachen Rostocker Stadtentwicklung

05.10.2016, H. Pietschmann, Rostock

Am vergangenen Dienstag, 4. Oktober, war der Tagespresse zu entnehmen, dass der Ausschuss für Stadtentwicklung zu den Themen »Hafenbrücke« und »Machbarkeitsstudie IGA-Park« zusammentrifft.

Als Einwohner Gehlsdorf darf ich den Damen und Herren mitteilen, dass 2015 der Lückenschluss des Radwegs Gehlsdorf – Osthafen erfolgte. In diesem Jahr wurde sogar ab Hotel Warnow bis Abzweig Dierkower Kreuz Aspalt aufgetragen, somit radelt man von der Petribrücke die halbe Strecke bis Gehlsdorf »wie auf Butter«.

Mit bester Aussicht auf das grandiose Panorama der Stadt braucht man mit dem Rad vom Osthafen bis Gehlsdorf ganze 15 Minuten! Fußgänger brauchen für die gleiche Strecke mit dem ÖPNV ebenfalls ca. 15 Minuten. Wozu also eine kostspielige und hinderliche »Hafenbrücke« – um 10 Minuten einzusparen?

Hallo Grüne, setzt euch dafür ein, dass mit einem Bruchteil dieser Bausumme auch die andere Hälfte des Radwegs asphaltiert wird und dass Hinweisschilder für die zahlreichen Radwanderer aufgestellt werden, denen dieses einzigartige Panorama bisher entgeht!

Zum Dauerthema IGA-Park folgendes: Am 27. September stellte eine Mitarbeiterin des Amtes für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege in einer öfftlichen Sitzung des Ortsbeirats Gehlsdorf die »Spielplatzsatzung der Stadt« vor. Auf Anfrage eines Bürgers bestätigte sie den Rückbau von Spielanlagen. Sie müsste immer mehr Spielgeräte ersatzlos »rückbauen«, da das Amt für alle Spielplätze der Stadt nur 186.000 Euro zur Verfügung hätte.

Was ein Irrsinn, dass dagegen die IGA jährlich 2.100.000 Euro für einen einzigen Park erhält, in welchem außerhalb einer Anzahl kostspieliger »Wochenend-Events« werktags nur Rentnerinnen ihre Dauerkarten »abarbeiten«.

Es ist ein Unding, dass auf Linie eingeschworene »Parteisoldaten« Jahr für Jahr ihre Zustimmung für eine Millionenverschwendung geben, die in krassem Missverhältnis zu den Ausgaben für Kinder, Jugend und Sport steht!

Als ehemaliger Wähler der Linken empört mich am meisten, dass man der »Schwarzgrünen« Betonfraktion um Frau Jens ständig die Mehrheit beschafft und eine Bürgerentscheid ablehnt. Auf ihren Wahlplakaten wurde immer mit »Bürgerbeteiligung und Volksabstimmung« geworben – verarschen kann ich mich alleene, sagt der Sachse (seit 45 Jahren Rostocker).

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