Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Ich fordere Rentengerechtigkeit zwischen Ost – und West!

08.02.2018, Hartwig Niemann, Rostock

Warum wird in solchen politischen Kreisen, die gegenwärtig ums Überleben kämpfen, keine Entscheidung über die Rentengerechtigkeit zwischen Ost und West vorangetrieben? Gegenwärtig leben diese Politiker, die einen Koalitionsvertrag auf den Tisch legen, noch in einem Hosiana der individuellen Gefühle, ohne darüber nachzudenken, dass viele Rentner durch ihre Politik in die Altersarmut getrieben werden. Schon jubeln diese Politiker und verbinden diesen Jubel mit der Hoffnung, dass sie auch am 4. März weiterjubeln können. Und was wird aus der Kinderarmut, die inzwischen weiter angestiegen ist? Darüber kommt kein Wort über ihre Zunge an die Öffentlichkeit. Die Kinderarmut wird immer größer. So geht es „lustig“ weiter. Immer mehr Menschen leben in Deutschland von der Tafel. Es gibt also drei Komplexe, die politisch zu lösen sind: Rentenungerechtigkeit, Kinderarmut und Altersarmut, verbunden mit Anstellen an die Tafel.

Wir als Ostdeutsche sind so richtig in den Hintern gekniffen, weil angeblich die Angleichung der niedrigeren „Ostlöhne“ an die „Westlöhne“ nicht vorankommt. Anscheinend haben solche Politiker wie Frau Dr. Merkel (akademisch gebildet) und Herr Martin Schulz (ohne Abitur) im Erdkundeunterricht geschlafen, weil sie nicht begreifen, wo die größten Industriegebiete in Deutschland liegen. Martin Schulz hat nach seinem zweifachen Wortbruch anscheinend nur noch sein Außenministerpöstchen im Blick und die „alte Kanzlerin“ mit vielen Fehlern, will diese Funktion ganz gerne noch einmal ausüben. Damit liebäugeln diese beiden politischen Persönlichkeiten. Ich bezweifle, ob diese beiden politischen Persönlichkeiten überhaupt das im Jahr 2017 beschlossene sogenannte „Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz“ kennen. In diesem Papier gibt es nämlich zwei böse Überraschungen für uns als „ostdeutsche Bundesbürger“. Die erste Überraschung besteht darin, dass es erst ab Juli 2024 (meine Güte, das sind sieben lange Jahre) gleiche Rentenwerte geben wird. Viele von uns Rentnern haben dann schon das Zeitliche gesegnet. Wir müssen also noch sieben Jahre auf unsere gleichwertige Anerkennung jahrelanger Lebensleistung warten. Diese Politiker, egal wer sich den Sessel im Bundestag breitsitzt, lassen immer wieder den biologischen Faktor wirken, während sie sich lieber mit Diätenerhöhungen das Leben versüßen; statt Wasser trinken sie heimlich ihren Wein im stillen Kämmerlein, wo sie keiner sieht.

Die zweite Überraschung ist auch nicht so ganz ohne Tücken und Hinterlistigkeit. Für all jene, die ab dem Jahr 2025 im Osten in Rente gehen werden, wird die Umrechnung für ihre niedrigeren Löhne bei der Rentenberechnung komplett wegfallen. Daraus resultiert doch die Schlussfolgerung, dass sich an der massiven Lohngleichheit nichts ändern wird. Die Folge: niedrigere Renten als bisher! Allen Prognosen zufolge wird sich an der massiven Lohnungleichheit in absehbarer Zeit nichts Grundlegendes ändern. Das lässt sich durch folgendes Beispiel beweisen: „Eine Einzelhandelskauffrau in Mecklenburg-Vorpommern erhält heute durchschnittlich 1.568 Euro. Ihr hessischer Kollege bekommt jedoch im Schnitt 2.683 Euro Gehalt. Die Kauffrau aus Rostock wird später 503 Euro weniger Rente haben als ihr West-Kollege in Wiesbaden – nach 45 Jahren Arbeit. Mit nur 708 Euro Rente wird sie direkt in die Altersarmut geschickt.“

Das aber, da bin ich mir sicher, wird weder Angela Merkel noch Martin Schulz oder anderen Politikern, die die Interessen des Volkes vertreten sollen, passieren.

 

 

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