Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Hurra - Frau Merkel rettet Banken

02.07.2012, Harald Suschka, Boizenburg

Am 7. Juni sagte die »Murkserin« der Nation beim ARD-Interview: »Für den EU-Gipfel Ende Juni habe ich einen Arbeitsplan für eine polit. Union. ischearin werde es um »mehr Europa« gehen. Es brauche nicht nur eine Währungsunion, sondern auch eine Fiskalunion, also mehr gemeinsame Haushaltspolitik.« Desweiteren führte sie an: »Schritt für Schritt müssen Kompetenzen an Europa abgegeben werden. Notfalls (hört-hört!) müssen Banken samt Gläubiger in die Insolvenz.«

Warum nur notfalls? Bisher hat die Merkel-Politik dazu geführt, dass ein Staat nach dem anderen zum Bettler degradiert wurde! Man folgte lieber dem ›liberalen‹ Weg der ›geordneten Insolvenz von Staaten!‹ Ich hoffe das jedem eineindeutig klar ist worin der Unterschied zwischen Insolvenz von Banken und Staaten besteht? Bisher wurden einzig Banken gerettet, die dankbar tausende Milliarden entgegennahmen. Versprochen wurde von Banken und »christlich-sozial-demokratisch-liberaler »Politik«: Damit (Rettungsschirme) wird der Wirtschaftskreislauf gewährleistet, die Konjunktur belebt und »Wir kommen stärker aus der Krise als hinein« (Merkel 2008!) Das Ergbnis: Die Konjunktur flaut ab, Arbeitslosigkeit steigt und der Wohlstand sinkt rapide, während die Banken in aller Ruhe weiter zocken und spekulieren. Glauben Sie ja nicht das Spanien mit 100 Milliarden gerettet ist. Denken Sie an Griechenland! Die Untergrenze liegt bei rund 500 Milliarden, davon ca. 180 Milliarden deutsches Geld (Versicherungs- und Pensionfonds)!

Mit der Merkelschen Bankenrettung werden Häuser gerettet, sehr zur Freude der FDP (!), die nichts weiter sind als Hüllen der Konten von Superreichen! Denn Otto Normalo, sowie Klein- und Mittelständler haben ihr Konto bei Spar- und Genossenschaftsbanken, welche Union / FDP via EU einst abschaffen wollten!

Bei Staaten (lernt FDP nie!) dagegen handelt es sich um das gemeinsame kulturelle Zusammenleben von Menschen in einer Demokratie, d.h., es handelt sich bei der »geordneten Insolvenz« von Staaten darum, dass die Mehrheit des Volkes in die Pleite gejagt wird, während einige wenige Superreiche in ihren »Hüllenhäusern« namens Banken sich die Hände reiben, z.B. Ackermann, Merkels Geburtstagskind plus Deutsche Bank. Die musste in der USA u.a. Staaten hunderte von Milliarden »abschreiben«. Ebensoviel »verlor« die Deutsche Bank bei Vergleichen in Strafverfahren. Dennoch konnte sie Renditen von über 25 Prozent ausschütten und trug somit wesentlich dazu bei das der Reichtum »Auserwählter« in der Krise einen Zuwachs von 6 Billionen (!) vorweist!

Es war einst Volker Wissing (FDP) der nach dem HRE-Untersuchungsausschuss sagte: »Rot-Grün hat Recht. Man hätte alle Banken, einschließlich Deutsche Bank vorrübergehend verstaatlichen müssen.« Nun hat er einen »liberalen« Maulkorb, und plädierte dafür lieber Häuser (Banken) zu retten und Staaten (Menschen) Pleite gehen zu lassen. Und – nach Spanien folgen Italien und Frankreich. Danach ist Deutschland fällig! Weil niemand zockt gegen Yen, Dollar oder Pfund, obwohl die x-fach höher verschuldet sind, denn deren Zentralbanken geben das Geld ohne Umweg direkt denm Staat und lassen Banken pleite gehen! Von SPD und B90/Grüne erwarte ich ein Schluss mit Merkel-Murks durch ein Nein!

 

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