Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Hundeverhalten

21.11.2011, H. Dümke
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Anlein- und Maulkorbpflicht von Hunden?!«"
im Rostocker Blitz vom 20.11.2011

Als Besitzer eines größeren Hundes bin ich sehr daran interessiert, dass mein Hund ruhige Kontakte zu anderen Hunden hat. Zu dem o.g. Leserbrief möch­te ich aus eigenen Beo­bach­tungen und Erlebnissen folgendes zu bedenken geben:

Zugegeben, das Geschilderte war ein schlimmes Erlebnis für Familie Krüger, vor allem für die Kinder.

Aber die Schilderung ist nicht vollständig.

War der kleine Westi angeleint? Wie nahe kam er dem großen Hund? Ist er schon einmal vor einem großen »beschützt« worden, indem man ihn hoch hob? Hatte er den großen schon bei früheren Begegnungen provoziert? Ist er von seinem Herrchen zurechtgewiesen worden für seine »Anmache«?

Bei Beschreibungen solcher Vorfälle werden diese Seiten der Hundebegegnung nie erwähnt. Nicht nur große Hunde sollten eine Hundeschule besuchen, wo ihre Besitzer lernen, wie ihre kleinen Lieblinge sich zu verhalten haben.

Meistens sind es die kleinen Hun­de, die Herrchen oder Frauchen zur Verstärkung an der Leine hinter sich wissend, größere Hunde »anmachen«. Reagiert der größere dann naturgemäß und will den kleinen Hund in seine Schranken weisen, ist der große der Böse.

Dabei regelt der Hund das allermeistens nur durch Körperbewegungen ohne den Einsatz seiner Zähne. Akzeptiert der kleine diese Zurechtweisung und verhält sich entsprechend, lässt der große von ihm ab. Geht jedoch ein Mensch dazwischen, kommt es zu solchen geschilderten Situationen.

Kleineren Kindern bringen wir doch auch bei, dass man größere nicht ungestraft ärgern darf! Warum nicht den kleinen Hunden?

Vielleicht ist es auch notwendig, über diese Problematik eimal ausführlicher zu berichten. Dafür wäre zum Beispiel ein Gespräch mit dem langjährigen ehemaligen Hundetrainer Helmut Engelhardt zu empfehlen.

 

 

 

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