Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Hundeangriffe am Strand

06.02.2019, Anonym, Bad Doberan (Name dem Verlag bekannt)

Hundeangriff in Heiligendamm ... es ist schon schlimm genug, dass man immer wieder davon hören muss. In den Medien kommt dieses Thema immer wieder in schöner Regelmäßigkeit vor. Nun also in Heiligendamm. Was ist da passiert. Sogenannte Kampfhunde laufen ungesichert und frei am Strand herum. Das Unglück passiert. Die Hunde greifen an. Wo ist der Halter? Nicht da. In diesem Fall stürzt sich ein Pittbull auf einen anderen Hund und beißt sich fest. Die Halterin reagiert indem sie sich auf den Pittbull wirft und diesem das Maul aufstemmt. Solang bis ihr Hund tatsächlich lebend davon kommt. Wo ist der Halter des Pittbuls? Der ist inzwischen am Ort des Geschehens angekommen und guckt dem Ganzen zu. Der Halter ist in Begleitung. Ein zweiter Hund ist bei ihnen. Wo ist diese Person? Sie steht in sicherer Entfernung und guckt zu. Keine Reaktion. Nichts. Der Halterin wird im Kampf mit dem Pittbull erklärt, dass es ihre Schuld sei. Sie habe ihre Hunde frei laufen lassen. Und jetzt könne er nichts mehr machen. Nun, die Halterin des kleinen Hundes schon. Sie befreit ihren Hund und ruft um Hilfe. Vom Halter des Pittbulls wurde ihr jede Art von Hilfe verweigert. Mit dem verletzten Hund, blutenden Händen geht sie zurück zum Parkplatz. Aus einem weißen Transporter starrt eine Frau heraus. Still und heimlich schleicht man sich davon. Nach Recherchen kommt heraus, es war nicht der erste Vorfall. Ein anderer Fall gestaltete sich ähnlich. Und wieder verschwand das Paar still und heimlich, obwohl nach Namen und Adresse gefragt wurde. Was ist nun schlimmer, frag ich mich. Dass dieses Paar wiederholt seine Hunde ungesichert laufen lässt mit vollem Bewusstsein, dass sich so ein Vorfall jederzeit wiederholen kann? Oder dass es sich heimlich wegschleicht? Seiner Verantwortung einfach davon läuft. Was erzählen sie ihren Nachbarn? Freunden? Familie? Dass ihr Pittbull ein ganz lieber ist? Vielleicht. Liegt es doch am Halter? Einem Paar, dass zusieht wie ihr Hund andere Artgenossen schreddert und sich dann ins Auto setzt und wegfährt? Jeder anständige Hundebesitzer steht für die Missetaten seiner Vierbeiner ein. Kommt es zur Keilerei, steht man ehrenhaft da, gibt Namen und Adresse an. Sowas gehört sich einfach so. Es gebietet der Anstand. Die Frage ist, wo ist die Ehre, der Anstand und Menschlichkeit bei Hundehaltern, die sich einfach wegdrehen und gehen. Die im Notfall nicht da sind oder nur dastehen. Vielleicht aus Angst vor der eigenen Courage oder Angst vor der Beißkraft ihres eigenen Hundes.

Es ist der Halter, der für den Hund verantwortlich ist. Und als solcher sollte man auch in voller Konsequenz gerade stehen, anstatt sich in einer Ritterburg zu verstecken und darauf zu warten, dass der Hund wieder auf die Idee kommt, über andere Hunde herzufallen.

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