Mecklenburger Blitz Verlag

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GroKo am Ende?

04.11.2019, Rainer Gutz, Neubrandenburg

Wenn man gestern Abend die Sendung Anne Will gesehen hat, dann konnte man sehr gut sehen wie groß die Gräben inzwischen zwischen CDU und SPD geworden sind. Die Angst vor dem völligen Untergang ist den beiden Altparteien vertreten durch Jung-Sozi Kevin Kühnert und Generalsekretär Paul Ziemiak deutlich anzumerken. Da gibt es nur noch Streiterei und wenig Verbindendes. Die SPD steht genau wie die CDU mit dem Rücken zur Wand nach den enormen Wahlverlusten der letzten Zeit und will der CDU ihren politischen Willen aufdrängen, in der Gewissheit, dass Merkel wegen ihrer Gier nach Macht zu jedem Zugeständnis bereit zu seien scheint. Nur so weit will inzwischen die CDU nicht mehr mitgehen für ihre scheidende Kanzerin. Und so wird der Aufstand geprobt und im Hintergrund werden Mehrheiten gesucht und die Reihen geschlossen. Mal sehen, ob sich bei den nächsten Parteitagen gravierende Änderungen ergeben.

Aus meiner Sicht ist die GroKo längst am Ende, das einzige, was sie noch zusammenhält, ist die Furcht vor Macht und Postenverlust bei Neuwahlen.

Aber müssen wir uns das bieten lassen? Es kann doch nicht sein, dass es nur um die Befindlichkeiten der Altparteien und deren Führungen geht. Wir Wähler haben doch das Recht und den Anspruch vernünftig im Sinne des Volkes regiert zu werden. Wenn sie das nicht mehr leisten können, dann sollen sie doch das Fiasko beenden und sich einer Neuwahl stellen. Zuerst kommt unser Land, dann die Parteien und erst dann die Posten der einzelnen Politiker. Daran sollten sie sich endlich halten.

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