Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Globalisierungsfolgen

26.11.2010, Erich Weber

Der USA-Präsident Obama hat Schwierigkeiten seine gut gemeinten Absichten durchzusetzen. Das liegt seit eh und jeh an der Tatsache: das Land hat keine Volkspartei, sondern nur zwei kapitalfreundliche Parteien, wobei die Demokratische Partei in der Vergangenheit in sozialer Hinsicht und Rassengleichheit wenigstens einige Fortschritte erbracht hat. Es ist blamabel wenn man in dem Land, wo sich in einigen Händen der größte Reichtum der Welt angehäuft hat, in Richtung Krankenkasse und besserer Altersversorgung so rückständig ist, dazu kommt noch der große Irrtum, man könne Sozialprobleme in der Hauptsache durch die Gewerkschaften regeln. Zudem aktuellen Versagen kommt auch noch die große negative Hinterlassenschaft der Junior-Bush-Regierung, durch den unnötigen Krieg im Irak, Vorausursache der Bankkrise und vor allem die Globalisierungsfolgen durch die Abwanderung von Arbeitsplätzen z.B. nach China. diese Entwicklung ist für die westlich geprägten Demokratien ein großes Eigentor, das gilt zu einem gewissen Grade auch für unser Land. Die relative industrielle Erholung in den alten Bundesländern ist erfreulich, hat leider keine direkten Auswirkungen auf die neuen Bundesländer! Weil wir ganz einfach zu wenige Produktionsbetriebe in unserem Lande haben. Rückblickend noch einmal zur USA, dort gibt es in ehemaligen Industrielandschaften heute Industrie-Brachlandschaften und somit durchschnittlich für das gesamte Land zehn Prozent Arbeitslose!

 

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